Schon jetzt liegen die Einnahmen, die ans Museum und Kindergärten gespendet werden, bei mehr als 12 000 Euro.

Schon jetzt liegen die Einnahmen, die ans Museum und Kindergärten gespendet werden, bei mehr als 12 000 Euro.
Der Linner Nachtwächter Heinz-Peter Beurskens freut sich über die Einnahmen für den guten Zweck. Archiv

Der Linner Nachtwächter Heinz-Peter Beurskens freut sich über die Einnahmen für den guten Zweck. Archiv

Andreas Bischof

Der Linner Nachtwächter Heinz-Peter Beurskens freut sich über die Einnahmen für den guten Zweck. Archiv

Linn. „Mit diesem Ergebnis haben selbst die größten Optimisten in unserer Gruppe nicht gerechnet,“ freut sich der Linner Nachtwächter Heinz-Peter Beurskens. Im Kalenderjahr 2017 konnten insgesamt 12 260 Euro an das Linner Museum und Kindergärten weitergeleitet werden. Die Kindergärten schaffen damit neues Spielgerät an und das Museum kann mit dem Geld die historischen mechanischen Musikinstrumente in der Burg Linn restaurieren.

Für die Nachtwächtersaison, die im September begonnen hatte und noch bis Anfang April geht, erwartet Beurskens nun sogar, dass mehr als 13 000 Euro zusammenkommen werden. „Noch nie hatten wir so viele Sonderführungen“, berichtet er. In einer Woche habe das Team sogar sechsmal Besucher durch die mittelalterliche Stadt geführt.

„Die Führungen sind wegen der Beteiligung vieler Linner deutschlandweit einmalig und jetzt noch attraktiver“, sagt Beurskens, „da wieder viele neue Geschichten dazugekommen sind, empfiehlt sich auch eine wiederholte Teilnahme.“ Er habe mittlerweile Geschichten zu erzählen, die für fast fünf Stunden reichen würden. „Und so ist jede Führung ohnehin anders.“

Die Halsgeige zum Bestrafen würden manche gern ausleihen

Die „Strafinstrumente“ stellten ein solches Highlight dar, dass schon gefragt worden sei, ob man sie verleihen würde. „Da haben die Teilnehmer wohl ,Fifty Shades of Grey’ gesehen“, meint Beurskens lachend und erklärt, dass er die Halsgeige und Halskrause, die es außer dem Pranger gibt, nicht aus der Hand gibt.

Die Halsgeige zum Beispiel wurde von einem Hobbyschreiner aus Neuss nach einer Vorlage aus dem Deutschen Kriminalmuseum gefertigt. „Früher wurden damit Frauen, die gegenüber ihren Männern widerspenstig waren, gefügig gemacht“, so Beurskens.

Die Karten für die Mittwochsrundgänge (Beginn: 18 Uhr) sind nur im Vorverkauf im Em Kontörke an der Margaretenstraße 40 von mittwochs bis samstags ab 17 Uhr, sonntags ab 11 Uhr (Tel. 54 00 64) erhältlich. Karten kosten 17 Euro, inklusive Eintopfessen. Das Nachtwächterentgelt aus diesen Führungen geht an das Museum. Die Einnahmen aus den de-Luxe-Führungen an einigen Donnerstagen und am Samstag, 21. März, ab 17.30 Uhr erst im und dann vom Linn’sche Huus an der Rheinbabenstraße aus, gehen in dieser Saison an den Kindergarten Pius X. in Gartenstadt. Die Karten zum Preis von 30 Euro gibt es nur im Museumscafé in der Rheinbabenstraße 85, dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, Tel. 48 14 82. Red

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