Bestandsanalyse gibt Tipps für Modernisierungsbedarf. In Krefeld fehlt es an modernen Unterkünften für Leute ab 50.

Planungsausschuss
Der Alexanderplatz ist ein positives Beispiel für ein attraktives Wohnumfeld und schön sanierte Gebäude.

Der Alexanderplatz ist ein positives Beispiel für ein attraktives Wohnumfeld und schön sanierte Gebäude.

DJ

Der Alexanderplatz ist ein positives Beispiel für ein attraktives Wohnumfeld und schön sanierte Gebäude.

Krefeld. Der Wohn-Trend geht zurück in die Stadt. Vor allem mittelständische Paare und Familien sowie Menschen im Alter ab 50 Jahre zieht es verstärkt wieder in die Innenstädte. Doch vor allem für die ältere Generation fehlt es in Krefeld an großen Wohnungen mit modernen Wohnqualitäten und ansprechenden Wohnumfeldqualitäten. Mit Hilfe des neuen „Handlungsleitfadens Wohnen Krefelder Innenstadt“ soll das Wohnen in der Stadt nicht nur für diese Gruppen attraktiver werden.

Bochumer Institut hat den Markt und die Zielgruppen untersucht

125 Seiten stark ist der Leitfaden, der gestern im Ausschuss für Stadtplanung und -sanierung vorgestellt worden ist. Im Rahmen des Stadtumbaus West hatte die Bezirksregierung 2012 dafür Fördermittel zugesagt. Deshalb konnte der Auftrag vor einem Jahr an das InWIS, Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung aus Bochum vergeben werden.

„Die Bevölkerung im Stadtumbaugebiet nimmt seit 2003 wieder zu“, ist eine Erkenntnis daraus. Bislang sind es junge Leute wie Studenten und Singles bis 45, die in der Innenstadt wohnen. Diese Gruppen gelte es dauerhaft an die Stadt zu binden und mittelständische Paare sowie Menschen ab 50 Jahre verstärkt zu gewinnen. Das InWIS empfiehlt dazu, die Wohnquartiere als attraktive Wohnorte weiter zu entwickeln. Das Projekt „Alte Samtweberei“ an der Lewerentzstraße hat dabei Vorbildcharakter.

Im Handlungsleitfaden wird zunächst das Angebot und die Nachfrage am Wohnungsmarkt untersucht. Danach werden die Zielgruppen beschrieben, die in der Innenstadt leben und die künftig hierhin gelockt werden könnten. Als Fazit wird herausgearbeitet, welche adäquaten Wohnungsangebote noch fehlen. Für Wohnungseigentümer und Investoren werden in Text und Bild beispielhafte Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen vorgeschlagen. Sie decken die Themen ab: Modernisierung, Grundrissänderung, energetische Maßnahmen, altersgerechter Umbau. Zum Schluss sind Fördermöglichkeiten und Kontaktadressen bei der Verwaltung zusammengestellt.

In der Wohnraum-Analyse punktet Krefeld mit seiner Architektur und seinen Quartieren. Vor allem die typischen Drei-Fenster-Häuser mit ihren Hinterhöfen bieten bei entsprechender qualitätsvoller Modernisierung zahlreichen attraktiven Wohnraum.

Die Stadt Krefeld stellt Informationen zum Stadtumbau in der Innenstadt und Kontaktmöglichkeiten für alle interessierten Bürger auf ihrer Internetseite zur Verfügung. Dort ist auch der Leitfaden zum Herunterladen zu finden.

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