Am 26. Februar nehmen Vertreter der Grundschule den Preis entgegen.

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Pestalozzi-Schüler der 3a im Geometrieunterricht, hinten r. Schulleiterin Helga Clara Lafargue.

Pestalozzi-Schüler der 3a im Geometrieunterricht, hinten r. Schulleiterin Helga Clara Lafargue.

Andreas Bischof

Pestalozzi-Schüler der 3a im Geometrieunterricht, hinten r. Schulleiterin Helga Clara Lafargue.

Krefeld. Die Pädagogen der Pestalozzischule an der Hülser Straße 449 unterrichten ihre Schützlinge auf eine "sehr gute" Art und Weise. Das können sie sogar bald Schwarz auf Weiß nachlesen.

Sie dürfen sich ab dem 26. Februar offiziell mit dem "Gütesiegel individuelle Förderung des Landes NRW" schmücken. An diesem Tag erfolgt die feierliche Übergabe der Auszeichnung in Düsseldorf. Damit hat das lange Warten auf das Ergebnis seit Herbstanfang ein Ende.

"Es war gar nicht so einfach", sagt Schulleiterin Helga Clara Lafargue, die sich mit ihrem Kollegium um den Titel beworben hat. "Eine drei Personen umfassende Kommission hat uns besucht und geprüft. Wir haben ein Statement über unsere Arbeit abgegeben und wurden danach anhand eines Kataloges ausgiebig befragt."

Gut sei es gewesen, dass an dieser Schule bereits seit den 90er Jahren so genannter Offener Unterricht erteilt werde. Neuland wurde nicht betreten, um das Gütesiegel zu erhalten. Jetzt ist die gute Arbeit offiziell bestätigt.

"Wir erteilen schon seit langer Zeit keinen Frontalunterricht mehr. Der Lehrer übernimmt eine Moderatoren-Rolle und die individuelle Förderung der Kinder", erklärt die Rektorin. "Schwerpunkte bei uns sind ,Grundlagen schaffen - Beobachtungskompetenz stärken’ und ,Mit Vielfalt umgehen - Stärken stärken’."

Zu den Schnittmengen der beiden Themen gehöre es, die Sprachkompetenz zu fördern, durch die individuelle Leistungsbewertung zu motivieren und anzuregen und zu differenzieren im Hinblick auf unterschiedliche Begabungen, besondere Interessen und besondere Lernbedürfnisse und -schwierigkeiten.

"Das hat viele Vorteile", sagt Lafargue: "Die Leistungsbereitschaft steigt, der Schüler kann seine Grenzen erkennen. Soziales Lernen wird gefördert und Schulangst vermieden." Eine systematische Lehrerfortbildung gehöre ebenso dazu.

Angst, die Auszeichnung nicht zu bekommen, habe das Lehrerkollegium nicht gehabt. "Wir wissen, dass wir gut arbeiten", sagt Lafargue. Sie ist dort seit 1985 Rektorin. Ihre Stellvertreterin heißt Karin Burow. 15 Pädagogen unterrichten an der Pestalozzischule 215 Kinder. Seit diesem Schuljahr wird dort der offizielle offene Ganztag angeboten.

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