Politiker informierten sich darüber, wie die Straßenbeleuchtung künftig modernisiert werden kann.

Laternen-Gipfel
LED-Lampen gibt es bereits in Krefeld, wie hier am Weg zwischen Vadersstraße und Violstraße. Archiv

LED-Lampen gibt es bereits in Krefeld, wie hier am Weg zwischen Vadersstraße und Violstraße. Archiv

Dirk Jochmann

LED-Lampen gibt es bereits in Krefeld, wie hier am Weg zwischen Vadersstraße und Violstraße. Archiv

Krefeld. Die Stadt wird überschüttet mit Angeboten, in denen sich Firmen mit Angeboten zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik überschlagen. Doch ist das in Gänze überhaupt sinnvoll? Nein, erfuhren die Mitglieder des Bauausschusses, der Bezirksvertretungen und sachkundige Bürger bei einer Informationsveranstaltung der Stadtwerke Krefeld (SWK) unter der Überschrift „Zukunftssichere Straßenbeleuchtung für Krefeld“. Sie war auf Vorschlag der CDU-Fraktion initiiert worden.

Bauausschussvorsitzender Jürgen Wettingfeld (CDU) erklärte, die Angebote der Firmen versprächen „eine energetische und ökonomische Glückseligkeit“. Derartige Offerten wolle man kritisch, aber offen prüfen.

Christoph Heyen vom Deutschen Institut für Normung (DIN) erklärte, die LED-Technik unterliege immer noch einer rasanten technologischen Entwicklung. Auch in Zukunft werde es LED-Technik und andere Leuchtmittel nebeneinander geben. Da die Straßenbeleuchtung in Krefeld in vielen Bereichen immer noch im Optimum liege, gehe es für die Stadt auch nicht um eine revolutionäre Kostensenkung. Als gut erweise sich dabei, dass es hier schon seit Jahrzehnten eine Straßenbeleuchtungsplanung gebe.

Nach heutigem Kenntnisstand, das wurde aus den Beiträgen mehrerer Referenten deutlich, biete sich der Einsatz von LED-Straßenleuchten in Anwohner- und Nebenstraße als kostengünstigere Alternative an. Wichtig sei, dass es bei der LED-Technik zu einer Normierung komme, damit sichergestellt werde, dass künftig Leuchtmittel unterschiedlicher Hersteller eingesetzt werden können. „Ist dies nicht sichergestellt, dann unterbleibt ein Wettbewerb, es entstehen Abhängigkeiten, und die Kommune kann einer Kostensteigerung nicht entgegenwirken“, heißt es in einer Mitteilung der CDU. Bei der Normierung seien aber erste Ansätze erkennbar.

An großen Hauptverkehrsstraßen sind nach Ansicht der Experten LED-Leuchten nicht gefragt. Hier eigneten sich zurzeit am besten sogenannte Hochdruckentladungslampen. Sie böten hinsichtlich Kosten, Verfügbarkeit und Lebensdauer auch in den nächsten Jahren noch deutliche Vorteile. Und selbst dort gebe es noch Entwicklungspotenzial.

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