Auf der Oppumer Straße fehlt seit langem die Schutzabdeckung an einer Anlage. Dabei gibt es ein kostspieliges Erneuerungsprogramm.

Auf der Oppumer Straße fehlt seit langem die Schutzabdeckung an einer Anlage. Dabei gibt es ein kostspieliges Erneuerungsprogramm.
Die Schutzabdeckung dieses Strommastes an der Oppumer Straße fehlt schon seit Wochen. Die Elektrik ist ungeschützt.

Die Schutzabdeckung dieses Strommastes an der Oppumer Straße fehlt schon seit Wochen. Die Elektrik ist ungeschützt.

Andreas Bischof

Die Schutzabdeckung dieses Strommastes an der Oppumer Straße fehlt schon seit Wochen. Die Elektrik ist ungeschützt.

Krefeld. Seit vielen Wochen fehlt an einem rostigen Strommast auf der Oppumer Straße die Schutzabdeckung für die Elektrik. Er steht stadtauswärts in Höhe eines Großhandels, unmittelbar gegenüber einer Straßenbahnhaltestelle, an der täglich auch zahlreiche Kinder aussteigen. Der sogenannte Mischmast, wie die SWK ihn bezeichnet, liefert Strom für die Oberleitung der Straßenbahn wie auch für die Straßenlaternen, die über der Fahrbahn hängen. „Die Zuständigkeit liegt bei der Stadt“, sagt SWK-Pressesprecher Dirk Höstermann auf Nachfrage.

Tiefbauamt ist für Neubau, Betrieb und Wartung zuständig

Für die Planung und den Neubau von Lichtsignalanlagen ist der Fachbereich Tiefbau zuständig, ebenfalls für den Betrieb, die Wartung und die Beseitigung von Störungen. Das ist auch auf der Internetseite der Stadt Krefeld zu lesen. Dort stehen die Namen und Telefonnummern der Ansprechpartner, wenn Bürger Störungen melden wollen.

Die gefährliche Situation an der Oppumer Straße ist der Verwaltung bislang nicht bekannt. Dabei hat irgendein aufmerksamer Bürger bereits selber Hand angelegt und um den Mast in Höhe der Öffnung graue Wellpappe gewickelt und mit blauem Plastikband zugeschnürt. Die Regengüsse in den vergangenen zwei Wochen haben die Pappe längst wieder aufgeweicht und weggeweht.

Dass ein hohes Sicherheitsrisiko durch Korrosion bei vielen Straßenlaternen im Stadtgebiet besteht, ist ausreichend bekannt. „Es muss dringend gehandelt werden“, sagten zuletzt vor einem Jahr im Bauausschuss Hartmut Könner vom Tiefbauamt und Rainer Welter von der SWK Setec. Beide hatten seinerzeit dafür plädiert, das 2011 beschlossene Erneuerungsprogramm zügig über das Jahr 2018 hinaus weiter umzusetzen und auch auf Anliegerstraße auszuweiten.

„Die Stadt hat den Stadtwerken für die Jahre 2016 bis 2019 einen Erneuerungsauftrag über insgesamt 14 Millionen Euro erteilt“, sagt Stadtsprecher Manuel Kölker. Allein in diesem Jahr sollen rund 600 sogenannte Lichtpunkte im Stadtgebiet ausgetauscht werden. Insgesamt wurden im Rahmen des Programms bis Ende des vergangenen Jahres 5263 bereits erneuert.

Bürger, die defekte Lichtanlagen im Stadtgebiet sehen, können die Störungen telefonisch oder per E–Mail melden. Ansprechpartner sind: Christian Eilers, Telefon 3660-4259, E-Mail:

christian.eilers@krefeld.de

und Tanja Beyer, Telefon 3660-4268, E-Mail:

tanja.beyer@krefeld.de

„Das Erneuerungsprogramm 2010 bis 2017 bezieht sich auf 12 500 Straßenlaternen an circa 900 Straßenabschnitten“, erklärt Kölker. Dabei ist nicht die Anzahl von Bedeutung, sondern vielmehr die Tatsache, dass mehr als 50 Prozent der Straßenlaternen in Krefeld älter als 30 Jahre sind. Die durchschnittliche Lebensdauer von Leuchten und Masten liegt zwischen 38 und 45 Jahren.

Hunde-Urin und Regen sorgen für Roststellen an den Masten

Ausschlaggebend für den Austausch sind vor allem durch Regen und Hunde-Urin verursachte Korrosionsschäden an der Stelle, wo die Masten in die Erde stehen, Rostschäden an der Elektrik sowie nicht mehr erhältliche Ersatzteile.

Angesichts der Gefahrenquelle auf der Oppumer Straße, müsste der Mast als Erstes ausgetauscht werden. Vom Tiefbauamt war dazu am Mittwochnachmittag nur zu erfahren, dass in diesem Falle die SWK zuständig seien.

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