Krefelder Bürger zeigen großes Interesse an den Unternehmen in ihrer Stadt.

Lange Nacht bei Siempelkamp: Mitarbeiter im Schmelzbetrieb der Gießerei beim Abstich des Flüssigeisens. Nach dem danach folgenden Abguss folgt die Oberflächenvergütung durch Schleifen und Brennen.
Lange Nacht bei Siempelkamp: Mitarbeiter im Schmelzbetrieb der Gießerei beim Abstich des Flüssigeisens. Nach dem danach folgenden Abguss folgt die Oberflächenvergütung durch Schleifen und Brennen.

Lange Nacht bei Siempelkamp: Mitarbeiter im Schmelzbetrieb der Gießerei beim Abstich des Flüssigeisens. Nach dem danach folgenden Abguss folgt die Oberflächenvergütung durch Schleifen und Brennen.

Dirk Jochmann

Lange Nacht bei Siempelkamp: Mitarbeiter im Schmelzbetrieb der Gießerei beim Abstich des Flüssigeisens. Nach dem danach folgenden Abguss folgt die Oberflächenvergütung durch Schleifen und Brennen.

Krefeld. Industriestandorten in Krefeld und der gesamten Region Rhein-Ruhr gehörte die Zeit am Donnerstagabend. Firmen öffneten von 18 bis 22 Uhr ihre Pforten zur zweiten „Langen Nacht der Industrie“, um interessierten Bürgern Einblicke in die Produktionsabläufe an ihren Standorten zu geben. Und das Interesse der Bürger war groß: Alle 30 Touren waren komplett ausgebucht, auch die in Krefeld. Beispiel: Tour 21.

Diese war für die beiden Unternehmen Evonik und Siempelkamp Gießerei reserviert. Die Teilnehmer trafen sich am Sprödentalplatz und bestiegen zwei Busse: Der eine fuhr zum Fütingsweg und lud die Evonik-Gäste aus, der zweite stoppte an der Siempelkampstraße. 100 Minuten waren die Teilnehmer Gäste der jeweiligen Firma, dann folgte der Tausch und die Fahrt zum zweiten Unternehmen.

Evonik-Standort Krefeld war zum ersten Mal dabei

Als sich um 22 Uhr die Standort-Türen hinter den Besuchern schlossen, waren alle höchst zufrieden: die Gäste, weil sie neben vielen Informationen auch interessante Produktionsabläufe verfolgt hatten, die Firmenvertreter und die Mitarbeiter, weil das Interesse der Bürger an ihrer Arbeit sehr groß war.

Das bewiesen die vielen Fragen, die während der Rundgänge durch die Produktionsstätten gestellt wurden, das bewies aber auch der Szenenapplaus, der teilweise den Vorführungen folgte.

Bei der Tour 21 war das bei beiden Firmen der Fall. Sabine Micevic von der Evonik-Standortkommunikation: „Wir waren in Krefeld das erste Mal dabei. Für uns und unsere 700 Mitarbeiter war es ein voller Erfolg.

Die „Lange Nacht der Industrie Rhein-Ruhr“ hat zum zweiten Mal stattgefunden. In Krefeld waren folgende Firmen dabei: Henkel Fragrance Center, Currenta, Evonik, Siempelkamp, Cargill und Thyssen-Krupp Nirosta.

Getragen wird die Veranstaltung von der Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie, den Industrie- und Handelskammern, Unternehmerverbänden und Industriegewerkschaften in der Region.

Die Einblicke in die Herstellung unserer Superabsorber und Hautschutz-Spezialprodukte mit Test-Waschungen sind sehr gut angekommen, viele Fragen bezogen sich auf unsere Arbeitsplätze. Auch die Einführung und Firmenvorstellung durch Standortleiter Bernd Diener sind auf großes Interesse gestoßen.“

Bernd Diener sagte: „Als Mitglied der Krefelder Initiative ,Zukunft durch Industrie’ haben wir gerne teilgenommen. Durch das Öffnen unserer Türen schaffen wir noch mehr Transparenz und Verständnis für die moderne Chemieindustrie. Das große Besucherinteresse, die positive Resonanz der Teilnehmer und die einzigartige Atmosphäre sprechen einfach für sich. Wir sind sehr zufrieden und freuen uns, dass wir Einblicke in unsere Arbeit und die Spitzenprodukte des Standorts geben konnten.“

Bei Siempelkamp waren die Bereiche Gießerei sowie Maschinen- und Anlagenbau die Anlaufpunkte der Tourteilnehmer. Auch in der Gießerei gab es Applaus – nach einem Abstich, bei dem die Funken sprühten. Das erlebten die Besucher natürlich mit dem gebotenen Sicherheitsabstand mit.

Siempelkamp bot seinen Gästen ein „heißes Programm“

Martina Glücks, bei der Siempelkamp-Gruppe (in Krefeld rund 1700 Mitarbeiter) für die Leitung Marketing/Werbung/Messen zuständig: „Wir waren das zweite Mal dabei. Unser ,heißes Programm’ mit Funkensprühen und fliegenden Spänen hat gehalten, was es versprochen hat. Flüssigeisen wurde bei rund 1600 Grad Celsius in Form gegossen – das kann man sich von außen nicht vorstellen. Die Fragen der Bürger, die großes Interesse an den Produktionsabläufen haben, zeigen uns, dass diese Art der Öffentlichkeitsarbeit und des Dialogs wichtig ist. Durch diese Einblicke machen wir außerdem mögliche spätere Mitarbeiter auf uns aufmerksam. Teilweise sind Berufe bei Jugendlichen unbekannt, zum Beispiel der des Gießereimechanikers.“

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