Bei der Creinvelt-Sitzung im Parkhotel herrschte Hochstimmung mit Tiefgang.

Die Brauchtumsgesellschaft Creinvelt liest der Stadt Krefeld Jahr für Jahr mit viel Biss die Leviten – und nimmt sich auch selbst auf’s Korn.
Die Brauchtumsgesellschaft Creinvelt liest der Stadt Krefeld Jahr für Jahr mit viel Biss die Leviten – und nimmt sich auch selbst auf’s Korn.

Die Brauchtumsgesellschaft Creinvelt liest der Stadt Krefeld Jahr für Jahr mit viel Biss die Leviten – und nimmt sich auch selbst auf’s Korn.

Dirk Jochmann

Die Brauchtumsgesellschaft Creinvelt liest der Stadt Krefeld Jahr für Jahr mit viel Biss die Leviten – und nimmt sich auch selbst auf’s Korn.

Krefeld. Premiere der Brauchtumsgesellschaft Creinvelt: Das heißt ausverkauftes Haus im Park-Hotel und vier Stunden lang Hochstimmung mit Tiefgang.

"Nur weil Karneval ist, muss ja man nicht völlig verblöden", unterstreicht der aktuelle Prinz Johannes IX. und Ratsherr des Vereins den hohen Anspruch und erntet dafür den Beifall des Publikums.

"Ich bin wieder hier, in meinem Revier." So imitiert Johannes Kockers Marius Müller-Westernhagen im Duett mit Vereinspräsident "Schorsch" Rupp. Der führt durch das Festprogramm und gibt das Motto der sechs Creinvelt-Veranstaltungen bekannt:

"Wat os opjefalle es - wat os enjefalle es." Als Hofnarr hält Rupp sich und anderen den Spiegel vor und sinniert: "Wenn Du in die Fußstapfen eines anderen trittst, kannst Du keinen überholen, wenn Du an eine Weggabelung kommst - nimm sie."

Ein besonderes Kennzeichen aller Creinvelter ist es, nicht nur andere, sondern auch sich selbst auf den Arm zu nehmen. So findet Taxifahrer Pitter die rechten Worte für das närrische Treiben in vornehmer Kleidung: "Dat es de Lackschuh-Karneval."

Die Creinvelter legen auch gern den Finger in die Wunden. "Der größte Raum in Krefeld ist die Schublade der Verwaltung", sagt Präsident Rupp. Und auch Oberbürgermeister "G-Punkt" Kathstede bekommt sein Fett weg. Als Pitter ihn durchs sanierte Krefeld fahren soll, muss er passen:

"Oje, da sind wir schnell fertig." Doch irgend etwas muss an Krefeld dran sein, denn auch US-Präsident Barack Obama schaut vorbei. Seine Berater hätten ihm Krefeld als Vorbild empfohlen: "Hier kannst Du erfahren, wie Bürger ihre Stadt ertragen."

Lästerliches zur Bankenkrise steuern die "Pink Propellers" à cappella bei. In Anlehnung an den Hit "Ich wär’ so gerne Millionär" frotzeln sie zur Bankenkrise: "Ich wär so gerne ein Bankier, dann täten Schulden nicht so weh."

Mit einem politischen Potpourri sorgt zu vorgerückter Stunde Opa Hans-Willi für Lachsalven - vom "Frauenverbraucher" Seehofer bis zu "SPD-Konkursverwalter" Müntefering.

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