An der Theodor-Heuss-Schule werden Kinder mit künstlerischer Begabung von einer Werkhaus-Dozentin gefördert.

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Sozialpädagogin Sandra Schulz (2. v. li.) und Werkhaus-Dozentin Marie-Claude Krausbauer (2. v. re.) mit den jungen Kunsttalenten.

Sozialpädagogin Sandra Schulz (2. v. li.) und Werkhaus-Dozentin Marie-Claude Krausbauer (2. v. re.) mit den jungen Kunsttalenten.

Dirk Jochmann

Sozialpädagogin Sandra Schulz (2. v. li.) und Werkhaus-Dozentin Marie-Claude Krausbauer (2. v. re.) mit den jungen Kunsttalenten.

Krefeld. Drei Birnen und eine Zitrone sind auf einem Teller drapiert, der auf einem gestreiften Tuch steht. Umgeben wird er von zwei Krügen. Ein klassisches Stillleben.

Sechs Schüler beobachten es konzentriert und versuchen, mit Wasserfarben Licht und Schatten, Farben und Formen festzuhalten. Währenddessen geht Marie-Claude Krausbauer durch die Reihen. "Viel Wasser nehmen, ganz locker", sagt sie mit französischem Akzent. "Nicht zu pingelig malen."

Krausbauer ist Dozentin im Werkhaus Krefeld. Sechs Wochen lang betreut sie eine Kunst AG an der Theodor-Heuss-Schule. "Die Kooperation mit dem Werkhaus ist zustande gekommen, weil uns aufgefallen ist, dass der Fünftklässler Martin Stich ein ganz besonderes künstlerisches Talent hat", sagt Sozialpädagogin Sandra Schulz.

"Wir wollten das fördern und das Werkhaus war sofort begeistert von der Idee." Ziel sei es, die Motivation der Kinder zu stärken.

Nun sitzen sechs Schüler mit künstlerischer Begabung freitags zusammen und lernen die Grundtechniken des Zeichnens und Malens. "Ich zeichne, wenn ich aufgeregt bin", sagt Jennifer Winges. "Und ich, wenn ich schlechte Laune habe", ergänzt Sinan Simsek.

Jannik Luigi Höffels erzählt: "Malen ist meine große Leidenschaft, das kann ich am besten. Deswegen will ich auch versuchen, später Künstler zu werden."

Alexandra Semenowicz hat sich auf Gesichter und afrikanische Tiere wie Elefanten und Bisons spezialisiert: "Ich habe eine ganze Mappe mit solchen Bildern zu Hause." Ümmihan Sahin findet es schade, "dass in vier Wochen bereits Schluss ist".

"Ich finde diese Kooperation total gut", sagt Schulleiterin Birgita Heinike. "Die Kinder lernen, sich zu konzentrieren und bei einer Sache zu bleiben." Deswegen stünden die Chancen gut, dass das Projekt verlängert wird.

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