Kulturdezernent Roland Schneider ist mit der Umwandlung des Hauses zufrieden.

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Roland Schneider kann sich das Thema Eigenverantwortung auch für andere Kulturinstitutionen vorstellen. (abi)

Roland Schneider kann sich das Thema Eigenverantwortung auch für andere Kulturinstitutionen vorstellen. (abi)

Roland Schneider kann sich das Thema Eigenverantwortung auch für andere Kulturinstitutionen vorstellen. (abi)

Krefeld. Roland Schneider könnte sich bequem zurücklehnen. Der Kulturdezernent hat mit seinem Gladbacher Kollegen Gerd Fischer das Theater in die Freiheit entlassen und ist im Rückblick „restlos zufrieden“ mit der Umwandlung des Hauses in eine gGmbH.

Doch mit der Unterzeichnung des Gesellschaftervertrags Ende Dezember haben sich die Städte keineswegs aus der Verantwortung zurückgezogen. „Es bleibt weiterhin unser Theater“, stellt Schneider klar. Die Städte sind alleinige Gesellschafter des Hauses: Die Oberbürgermeister und Kulturdezernenten sowie 14 Politiker der Ratsfraktionen bilden den 20-köpfigen Aufsichtsrat, der sich am 2. Februar konstituiert. Den Mitarbeitern bleiben zwei Sitze.

„Innerhalb ihres Budgets hat die Gesellschaft freie Hand“, betont Schneider. „Sie muss sich allerdings gegenüber dem Aufsichtsrat rechtfertigen.“ Der Gewinn an Freiheit bringt gleichwohl auch zusätzliche Pflichten mit sich. Von Rechtsfragen bis zu Reparaturen muss das Theater viele Dinge selbst erledigen.

Die Grenze dafür liegt im baulichen Bereich beim berühmten „Dach und Fach“. Die Häuser in Krefeld und Gladbach bleiben Eigentum der Städte, sie haben also die üblichen Vermieterpflichten. Geht in Krefeld die in die Jahre gekommene Untermaschinerie in die Binsen, muss die Stadt dafür geradestehen, sagt Schneider.

Einen ähnlichen Weg wie für das Theater kann sich der Dezernent auch für die Kunstmuseen vorstellen. „Ich bin kein Privatisierungsfetischist“, sagt er. „Aber mehr Flexibilität und Eigenverantwortung wären auch in diesem Bereich sinnvoll.“

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