Edith Glischke zeigt an der Girmesgath ihre beeindruckenden Bäder-Fotos.

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Kristallklares Wasser, saubere Kacheln, nirgends Menschen: So sehen die Bilder von Edith Glischke aus. (Repro: DJ)

Kristallklares Wasser, saubere Kacheln, nirgends Menschen: So sehen die Bilder von Edith Glischke aus. (Repro: DJ)

Kristallklares Wasser, saubere Kacheln, nirgends Menschen: So sehen die Bilder von Edith Glischke aus. (Repro: DJ)

Krefeld. Alte Bäder sind das Thema ihrer Fotos, die schon auf den ersten Blick den Stil ihres Lehrers Bernd Becher verraten: Bilder von Edith Glischke (55) aus Düsseldorf sind derzeit in den weitläufigen Räumen der BKK futur an der Girmesgath zu sehen. Ludwig Mies van der Rohe hat das Haus 1931 für die Vereinigten Seidenwebereien (Verseidag) erbaut.

Unter den Bildern ist auch eine Aufnahme des Stadtbads Krefeld

Unter den Bildern entdeckt der Betrachter auch ein 1987 aufgenommenes Foto der alten Damenhalle des Stadtbades an der Neusser Straße. Seit dem Erdbeben 1992 konnte sie nicht mehr benutzt werden. Die überwiegend großformatigen Farbaufnahmen vermitteln mit ihrem stets kristallklaren Wasser, den klinisch sauberen Kacheln und der gelegentlich vergilbten Pracht alter Zeit eigenartige Ansichten in deutlichen Waage- und Senkrechten. Jeweils ohne Menschen hat Glischke die Münstertherme Düsseldorf, das Bad Berlin-Neukölln, das Elisenbad Aachen, die Badeanstalt Solingen und weitere Bäder aufgenommen.

Die Künstlerin stammt aus Trier. Sie ist in der Nähe der Barbara- und Kaiserthermen aufgewachsen, was ihre später häufige Motivsuche in Hallenbädern erklärt. Sie hat Fotografin gelernt, arbeitete als Laborantin und lebt seit 1977 in Düsseldorf, wo sie von 1983 bis 1991 an der Kunstakademie studierte. Seit 1989 hatte sie als freischaffende Fotografin zahlreiche Ausstellungen.

Glischke gestaltet die achte Ausstellung der BKK futur, eines über zwölf Jahre alten bundesweiten Zusammenschlusses verschiedener Betriebskrankenkassen mit 110000 Versicherten. Das Unternehmen will mit seinen Ausstellungen dem architektonischen Anspruch des Gebäudes Rechnung tragen. Zuletzt waren dort Skulpturen, Zeichnungen und Aquarelle von Udo Sander aus Goch zu sehen. Ma.

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