Die Ausstellung „Burn it!“ zeigt ab dem heutigen Donnerstag acht Künstler, die mit dem Element Feuer Werke entwickeln.

Die Ausstellung „Burn it!“ zeigt ab dem heutigen Donnerstag acht Künstler, die mit dem Element Feuer Werke entwickeln.
Künstler Christian Seidler mit seinen Bildern, die im Rahmen der Ausstellung „Burn It“ im Buschhüterhaus präsentiert werden.

Künstler Christian Seidler mit seinen Bildern, die im Rahmen der Ausstellung „Burn It“ im Buschhüterhaus präsentiert werden.

Der italienische Künstler Matteo Lucca mit einer Frauen-Skulptur aus Brot, die im Rahmen der Ausstellung „Burn It!“ zu sehen ist.

Andreas Bischof, Bild 1 von 2

Künstler Christian Seidler mit seinen Bildern, die im Rahmen der Ausstellung „Burn It“ im Buschhüterhaus präsentiert werden.

Wie sieht eigentlich eine Ausstellung aus, die den Fokus auf Kunstentwicklung mithilfe des Elements Feuer legt? Ab Freitag, 15. Juni, ist im Buschhüterhaus am Westwall 124 die neue Ausstellung „Burn it!“ zu sehen. Welche Zerstörungen Verbrennungen hinterlassen, wird mit verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten deutlich. Denn: Egal, ob malerisch, skulptural, fotografisch oder videografisch – Verbrennungen sind individuell deutbar.

Der italienische Künstler Matteo Lucca erstellte eine aus Brot gebackene Skulptur einer jungen Frau. Die Abformung in einer Gussform wurde an einigen Stellen verbrannt, so dass die Figur neue Strukturen an-nahm. Die Gegenüberstellung von Leben und Tod ist ein zentraler Deutungsaspekt der Skulptur. Oftmals überlässt Lucca seine Skulpturen der Natur und somit dem Kreislauf des Lebens. Ihm gefällt es, dass die Veränderungen ihren Lauf nehmen und nicht planbar sind.

„Die entstehende Dynamik löst unterschiedliche Emotionen bei den Betrachtern aus.“

Wilko Austermann, Kurator der Ausstellung „Burn it!“

Künstler, wie Gereon Krebber, Lennart Lahuis, Michael Sailstorfer oder Thomas Wachholz, stellen ihre Werke zum Thema „Umgang mit Feuer“ aus. Die Ausstellung ist ebenfalls im MMIII Kunstverein in Mönchengladbach und dem Weltkunstzimmer in Düsseldorf zu sehen, allerdings mit anderen Werken der Künstler. „Die diesjährige Ausstellung im Buschhüterhaus stellt im Hinblick zur Ausstellung im Vorjahr einen Kontrast dar“, erklärt der klassische Kunsthistoriker und Kurator Wilko Austermann. Während sich die Ausstellung im vergangenen Jahr auf florale Transformationen beschränkte, beschäftigen sich die diesjährigen Werke mit der Zerstörung.

Alle teilnehmenden Künstler präsentieren unterschiedliche Werke an den drei Orten, bringen somit die Ausstellungsorte in Zusammenhang und beziehen sich aufeinander. Diverse Materialien wie Holz, Brot oder Zündhölzer, gestalten die Werke vielseitig und dynamisch. Eine mit Silberguss übergossene Yoga-Matte der Künstlerin Maren Maurer, demonstriert die Fettverbrennung beim Sport. Die Künstlerin Anna Betbeze setzt mit einem verbrannten Silberpapier auf die eigene Selbstreflexion. Der Künstler Christian Seidler arbeitet mit Holz, Leinwänden und Styropor. „Die entstehende Dynamik löst unterschiedliche Emotionen bei den Betrachtern aus“, erzählt Austermann.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer