Um ein Haar hätte Kiko das Kinderkonzert verschlafen.

Träumender Kobold: Im Kinderkonzert am Sonntag entpuppte Kiko (Paula Emmrich) sich als Schlafmütze.
Träumender Kobold: Im Kinderkonzert am Sonntag entpuppte Kiko (Paula Emmrich) sich als Schlafmütze.

Träumender Kobold: Im Kinderkonzert am Sonntag entpuppte Kiko (Paula Emmrich) sich als Schlafmütze.

A. Bischof

Träumender Kobold: Im Kinderkonzert am Sonntag entpuppte Kiko (Paula Emmrich) sich als Schlafmütze.

Krefeld. Konzertkobold Kiko (Paula Emmrich) hat es sich richtig gemütlich gemacht. Eingekuschelt in ein großes Bett, lugt zwischen Decken und Kissen nur eine große weiße Zipfelmütze heraus. „Typisch Kiko, der pennt mal wieder!“, ruft ein kleiner Junge zu Beginn des Kinderkonzerts, bei dem es diesmal um Träume und traumhafte Musik geht.

Zur Musik von Maurice Ravel malen sich die Kinder einen Feengarten aus

So kündigt jedenfalls Dirigent Andreas Fellner das Programm an und liefert mit den Niederrheinischen Sinfonikern gleich einen zauberhaften Beweis dafür. Zarte Klänge von Maurice Ravel beschreiben einen Feengarten. „Macht die Augen zu und stellt euch den Garten vor“, fordert Fellner die Kinder auf. Kiko schläft tief und fest weiter.

Nur musikalisches Vogelgezwitscher lässt ihn endlich munter werden. „Zum verschlafenen Klabautermann, was Musik alles kann!“, staunt er, als er hört, dass die Musiker ihm die schönen Träume geschickt haben. Sofort hat er eine Idee. „Wie wäre es mit einer Fabrik für Traummusik?“

Als „Kunde“ bestellt Kiko bei den Musikern das Bild eines quirligen Hampelmanns, das diese mit „Golliwogg’s Cakewalk“ von Claude Debussy prompt liefern. Dann interessiert sich Kiko für die Instrumente, die solch träumerische Klänge erzeugen können. Neben der imposanten Harfe ist das auch die Celesta, die äußerlich einem Klavier ähnelt.

Mit einem gemeinsamen Stück entführen Gertrude Endrödy und Michael Preiser die Zuhörer in fast himmlische Sphären. Dass bereits Kinder wunderbar Harfe spielen können, stellt die 11-jährige Sophie Chen als Gast eindrucksvoll unter Beweis.

Kiko wäre kein Kobold, wenn ihm nicht nach so viel „schönerigen“ Klängen nach was „Wildem und Giftgrünen“ zumute wäre. „So was zum anständigen Vergruseln habt ihr wohl nicht?“ fragt er das Orchester. Mit der Wolfsschluchtszene aus Carl Maria von Webers „Freischütz“ folgt die Antwort prompt. Kiko fürchtet sich so, dass er sich mit Dirigieren beruhigen muss.

Mit einem Schlaflied von Debussy schickt er die Musiker ebenfalls ins Traumland. „Ich bin traumverrückt!“, stellt Kiko fest. Da das Kinderkonzert in die Sommerpause geht, hat er jetzt viel Zeit zum Träumen.

Nächstes Kinderkonzert am 29. September um 11 Uhr.

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