Mit „Treppauf Treppab“ steht nach langer Zeit wieder eine Komödie auf dem Spielplan. Der Regisseur mag Woody Allen.

stadttheater
Noch probt das Ensemble, am Samstag wird es ernst: „Treppauf Treppab“ feiert Premiere.

Noch probt das Ensemble, am Samstag wird es ernst: „Treppauf Treppab“ feiert Premiere.

Matthias Stutte

Noch probt das Ensemble, am Samstag wird es ernst: „Treppauf Treppab“ feiert Premiere.

Krefeld. „Um den Plot dieser Komödie nachzuerzählen, braucht es Stunden“, da ist sich Dramaturgin Ulrike Brambeer sicher. Die verwickelte Geschichte sei ein „richtig englisches“ Stück, und in der Tat ist sein Autor ein Garant für atemlose Farcen. Von Alan Ayckbourn sah man hier vor neun Jahren den Publikumserfolg „Familiengeschäfte“, nun hat am Samstag seine Komödie „Treppauf Treppab“ im Theater Premiere.

Elisabeth (Marianne Kittel) will ihren Mann Roland (Bruno Winzen) los werden. Der Eimerfabrikant ist ihr auch in der Ehe zu geschäftsmäßig unterwegs. Und Kitty (Helen Wendt) will es erst gar nicht zur Heirat mit ihrem Verlobten Mark (Adrian Linke) kommen lassen. Beide Frauen schreiben Abschiedsbriefe, die aber an die falschen Empfänger geraten – der Startpunkt für die Verwicklungen, in die auch Tristram (Paul Steinbach) und Leslie (Christopher Wintgens) hineingezogen werden.

Der Zuschauer sieht simultan, was in den einzelnen Etagen passiert

Regie führt Walter Meierjohann, der an der Berliner Schauspielschule Ernst Busch studiert hat. Derzeit ist er Hausregisseur am Londoner Theater Young Vic. „Ich mag Komödien“, sagt er, besonders die von Woody Allen. Ort der Handlung ist bei Ayckbourn eine heruntergekommene viktorianische Villa. Im Stadttheater wird man auf das Viktorianische verzichten müssen und trotzdem eine Bruchbude sehen.

Der Clou des Bühnenbilds: Die Handlung spielt auf drei Etagen, aber auf der Bühne gibt es nur eine Ebene für Schlaf- und Wohnzimmer sowie die Dachkammer. Auf der Hinterbühne stehen Treppen, auf denen die Akteure vermeintlich auf und ab steigen. Der Zuschauer wird das Vergnügen haben, simultan zu sehen, was sich auf den verschiedenen Stockwerken abspielt.

„Ein morsches Haus und morsche Beziehungen“ – auf diese Kurzformel bringt Brambeer die Handlung. „Es wird überdreht und komisch“, verspricht Meierjohann, doch dahinter scheine Ernst hervor. „Wir begegnen Menschen an Scheidepunkten.“

Karten für die Premiere und weitere Termine unter Telefon 02151/805-125.

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