„The Rocky Horror Show“ feiert am 29. Januar Premiere. An das Publikum wird ein Mitmach-Knigge ausgeteilt.

Theater
Adrian Linke schlüpft in die Rolle von Dr. Frank’N’Furter.

Adrian Linke schlüpft in die Rolle von Dr. Frank’N’Furter.

Matthias Stutte

Adrian Linke schlüpft in die Rolle von Dr. Frank’N’Furter.

Krefeld. Eine extrem schräge Geschichte, dazu fetzige Musik mit Ohrwurmcharakter sowie die intensive Einbeziehung des Publikums. Das sind die Zutaten zu einem Stück, das seit fast 40 Jahren Kult ist. Richard O’Briens Musical „The Rocky Horror Show“ wird bis heute vom Publikum geliebt. Vor allem der – zwei Jahre nach der Londoner Uraufführung – 1975 gedrehte Film steigerte die Begeisterung ins Extreme.

„Wir sind gespannt, was sich die Leute einfallen lassen.“

Frank Matthus, Regisseur Jetzt kommt „The Rocky Horror Show“ auf die Bühne des Krefelder Theaters, und nicht nur Fans können sich freuen. „Das Stück ist eine Party fürs Publikum“, verspricht Regisseur Frank Matthus. „Auch in dieser Inszenierung.“ Mit ihm hat ein echter Experte die Regie übernommen. 1997 stand er selbst als Frank’N’Furter an die 100 Mal auf der Bühne. „Das Stück ist selbst schon Konzept“ sagt er. Trotzdem ist es ihm wichtig, bei all dem Kult das Ganze nicht zu flach werden zu lassen. In wochenlanger Probenarbeit ist alles genau einstudiert worden. „Unser Schauspielensemble ist perfekt für das Stück“, lobt Matthus. Neben zehn Darstellern agieren auch zwölf eigens für die Produktion ausgewählte junge Leute, die in die Rollen der Phantome schlüpfen. Choreograf Ralph Frey hat die Arbeit mit den Laien großen Spaß gemacht. „Sie sind extrem motiviert und haben eine unglaubliche Energie“ schwärmt er.

Die Brunch-Matinee findet am Sonntag um 11.15 Uhr im Foyer des Theaters statt.
 

Die Premiere am 29. Januar ist ausverkauft. Die Kartennachfrage für die weiteren Termine ist groß; Karten unter Telefon 802151/05-125.
 

Mit großer Begeisterung ist auch Willi Haselbek bei der Sache. Gemeinsam mit fünf weiteren Musikern bildet er die Rocky-Horror-Band. Haselbek hat den Film unzählige Male gesehen und freut sich, endlich selbst bei dem Stück dabei zu sein: „Es macht höllisch Spaß“. Für die Ausstattung ist Johanna Maria Burkhardt zuständig. Gemeinsam mit dem Regisseur hat sie entschieden, dem Ganzen ein etwas aktuelleres Flair zu geben, ohne den Kult zu verletzen. So sind die Phantome gemäß dem heutigen Vampirtrend „Transilvanians“ geworden, und es gibt Anspielungen auf Lolita-Mode und Science Fiction. „Auf der Bühne darf man aufgrund der größeren Entfernung ruhig ein bisschen übertreiben“, findet Burkhardt. Die Botschaft des Regieteams an das Publikum ist eindeutig: „Wir wollen, dass eine Party startet!“ Damit auch bisher Unkundige mitmachen können, wird es vor der Vorstellung kurze Einführungen, etwa in die Geheimnisse des Tanzes „Time Warp“ geben. Außerdem können sich die Fans in einem zweiseitigen „Rocky Horror“-Knigge darüber informieren, was im Theater erlaubt oder verboten ist. Während Reis, Gummihandschuhe und Leuchtstäbe okay sind, sollte man auf Wunderkerzen und Wasserspritzen verzichten. „Wir sind gespannt, was sich die Leute einfallen lassen“ sagt Matthus.

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