Die Band The Gathering wird beim Start der Europa-Tour von der Fans gefeiert.

The Gathering begeisterten bei ihrem Tourauftakt in der Kufa.
The Gathering begeisterten bei ihrem Tourauftakt in der Kufa.

The Gathering begeisterten bei ihrem Tourauftakt in der Kufa.

Heidi de Gie

The Gathering begeisterten bei ihrem Tourauftakt in der Kufa.

Krefeld. Die Augen hält er geschlossen, seinen Körper bewegt er langsam im Takt. Der blonde Pferdeschwanz wippt, der Körper ist völlig entspannt. Er sieht nicht, wie die anderen Fans die Arme in die Luft reißen und klatschen, um die niederländische Rock-Band The Gathering auf der Bühne der Kulturfabrik zu begrüßen. Auch nicht, wie Sängerin Silje Wergeland aus einer dunklen Ecke zum Keyboard geht, um ihre Musiker beim Instrumentalstück "When trust becomes" zu begleiten. Marc konzentriert sich nur auf die Musik seiner Lieblingsband.

Zwei Stunden ist der 38-Jährige gefahren, um zusammen mit rund 250 anderen Fans das erste Konzert der Europa-Tour zu erleben. In den vergangenen 20 Jahren war er oft dabei, wenn die Musiker ihre Lieder in weit von ihrer Heimat Oos entfernte Regionen brachten.

Eine wunderbar warme, wenn auch melancholische Melodie erklingt. Bass, Gitarre, Keyboard und Schlagzeug liefern sich keinen Kampf, sondern harmonieren perfekt. Kaum sind die letzten Töne verklungen, huscht die Sängerin zum Mikrofon und intoniert mit ihrer weichen Stimme "No one spoke" vom aktuellen Album "Westpole". Schade, dass sie nur in den ersten Reihen gut zu hören ist. Die Instrumente, besonders die Gitarre, übertönen den Gesang im ersten Teil des Konzerts.

Den Fans scheint das nichts auszumachen. Sie singen jede Zeile begeistert mit, lassen sich von den Gitarrensoli verzaubern und vergessen für anderthalb Stunden bei Songs wie "Great Ocean Road", "Marooned" und "All you are" die Welt um sich herum. Dennoch vermisst wohl mancher die ehemalige Sängerin Anneke van Giersbergen. Ihre Nachfolgerin muss zwar gesanglich den Vergleich nicht scheuen. Dennoch fehlt ihrem Auftritt etwas Herzblut.

Für Marc und die anderen Fans ist der Abend, auf den viele sechs Jahre gewartet haben, dennoch ein gelungener.

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