Das Solostück „Schimmer“ von Henrietta Horn hat morgen in der Fabrik Heeder Premiere.

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Premiere von "Schimmer" ist am Freitag in der Fabrik Heeder.

Premiere von "Schimmer" ist am Freitag in der Fabrik Heeder.

Dirk Jochmann

Premiere von "Schimmer" ist am Freitag in der Fabrik Heeder.

Krefeld. "Du musst mir etwas mehr Licht geben" sagt die Tänzerin auf der Bühne zum Mann am technischen Pult. Die Choreografin und Tänzerin Henrietta Horn probt für ihr Solostück "Schimmer", das am Freitagabend in der Fabrik Heeder Premiere hat. Es ist die Krefelder Auftaktveranstaltung des Festivals "tanz nrw 09", das vom 7. bis 17. Mai auch in Düsseldorf, Köln, Bonn, Essen, Wuppertal und Viersen stattfindet.

Bis zur Premiere wird Reinhardt Hubert, der für das Lichtdesign in "Schimmer" zuständig ist, die Probleme im Griff haben. Denn das Licht steht im Zentrum des 35minütigen Stücks, mit dem Horn nach längerer Zeit wieder als Solistin in Erscheinung tritt. Fast zehn Jahre lang bis vergangenen Herbst leitete sie gemeinsam mit Pina Bausch das Fokwang Tanzstudio in Essen. Jürgen Sauerland-Freer und Dorothee Monderkamp vom hiesigen Kulturbüro erlebten Horns Abschied in Essen und daraus entstand die Idee, die jetzt wieder als freie Choreografin arbeitende Künstlerin zu einem Auftritt in der Fabrik Heeder einzuladen. Im Rahmen des Tanzfestivals kann das jetzt verwirklicht werden und Horn kehrt damit an einen Ort zurück, wo sie schon mehrfach aufgetreten ist

Mit ihrem Solostück hat sie sich selbst vor eine große Herausforderung gestellt. Lichtwechsel in unterschiedlichen und auch einem bestimmten Rhythmus wiederkehrender Farben kennzeichnen das Stück.

Horn geht der Frage nach, welche Bedeutung Farben haben können, ohne dabei bestimmte Theorien zu verfolgen. Es geht vielmehr um ihre persönlichen Empfindungen, die sei mal spielerisch, mal mit expressiven Bewegungen und einem ständigen Wechsel von Kleidern ausdrückt. Mit den Kleidern und den damit verbundenen Farbwechsel drückt Horn Stimmungen aus und geht allgemeingültigen Fragen nach: Was machen Farben und Kleider mit einem, wie fühlt man sich, wenn man ein langes Kleid oder einen bestimmten Hut trägt?

"Es geht nicht ums Schön sein, sondern um bestimmte Facetten der Veränderung. Wie im wirklichen Leben gibt es kein bestimmtes Rezept, keine Botschaft", sagt Horn. Stattdessen kann der Zuschauer sich von einer Welt aus Farben und Emotionen mitreißen lassen.

"Schimmer", Tanzsolo von Henrietta Horn, und "Dub Version" von Vera Sander, 19 Uhr, Fabrik Heeder, Studiobühne I.

"Blind Questions", Compagnie Mouvoir Köln, 19 Uhr, Fabrik Heeder, Studiobühne I.

"World’s End Girlfriend", Yoshie Shibahara, 18 Uhr, Fabrik Heeder, Studiobühne I.

Für 12 Euro gibt es Tickets im Kulturbüro: Ruf 58 36 11.

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