Olaf Richter und Jürgen Sauerland-Freer, Leiter des Kulturbüros, nehmen die Schenkung von Pit Therre entgegen.

Das Theater am Marienplatz (Tam) in Fischeln hat während seines nun fast 42-jährigen Bestehens in vielfältiger Weise zum Krefelder Kulturleben beigetragen. Tam-Gründer Pit Therre überließ nun Teile seines Archivs, die vor allem die Programmplanung seit 1976 dokumentieren, dem Stadtarchiv Krefeld als Schenkung. Olaf Richter, Leiter des Stadtarchivs, und Jürgen Sauerland-Freer, Leiter des Kulturbüros der Stadt, welches das Tam von Beginn an gefördert hat und weiterhin fördert, nahmen die Unterlagen in den Räumen des Theaters entgegen.

Gastspiele führen unter anderem nach Tel Aviv und Bogota

Samuel Beckett, John Cage, Kurt Schwitters, Gerhard Rühm, Erik Satie, Karlheinz Stockhausen und immer wieder Mauricio Kagel: Die Konsequenz und Ausschließlichkeit, mit der sich das kleine Tam seit über vier Jahrzehnten der Werke wichtiger Vertreter des experimentellen Sprech- und Musiktheaters annimmt, ist nicht nur in Krefeld, sondern bundesweit laut Fachkennern ohne Beispiel. Gastspiele führten das Tam nach Paris, Berlin, Zürich, Amsterdam, Lille, Venedig, Wien und Tel Aviv, zuletzt nach Bogota und Maastricht.

Therre und sein Ensemble bespielen ihre Bühne während der Saison mit Monatsprogrammen, die Aufführungen finden immer freitags um 22 Uhr statt. Auswärtige Besucher sind nicht selten anzutreffen. Mauricio Kagel (1931 bis 2008) und auch Gerhard Rühm (1930) machten dem Theater nicht nur bei Premieren von Aufführungen ihrer Stücke ihre Aufwartung, sondern ließen es sich auch nicht nehmen, sogenannte runde Geburtstage im Tam-Kreis zu feiern.

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