Zum Jubiläum des Südgangs zeigen die Künstler ihre Arbeiten bei den Stadtwerken.

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Bei Südgang mit der Skulptur „Traumtänzer“.

Bei Südgang mit der Skulptur „Traumtänzer“.

Andreas Bischof

Bei Südgang mit der Skulptur „Traumtänzer“.

Krefeld. "Zwanzig Jahre Blau" hat die Künstlerin Annetraud Wintergerst ihre Arbeit genannt, mit der sie dem 20-jährigen Jubiläum des Südgangs ihre Referenz erweist. Die Collage ist in den Räumlichkeiten der Stadtwerke zu sehen, die den Künstlern zum Jubiläum eine Eröffnungsschau und Vernissage ausgerichtet haben.

Die Künstlerfarbe Blau ist seit 20 Jahren das Erkennungszeichen des Südgangs. Blaue Fahnen bilden an zwei aufeinander folgenden Sonntagen die Wegweiser zu den Künstlerateliers. Zwanzig Künstler sind diesmal dabei, ihre Ateliers sind längst nicht mehr wie ursprünglich auf den Südbezirk beschränkt.

Nachdem vor einigen Jahren die Zahl der Teilnehmer ausuferte und die Kunst recht beliebig wurde, hat man 2006 einen Schnitt gemacht. Ein Förderverein wurde gegründet, für die Auswahl der Teilnehmer bildete sich eine externe Jury.

Diesmal habe man basisdemokratisch aus dem Verein heraus entschieden, erzählt Vorsitzender Rolf Jaeger. Gemeinsam mit den Künstlern Carola Lischke und Holger Hoffmann organisiert er seit vergangenem Jahr den Atelierrundgang, der 2008 ganz ausgefallen war.

Die Krise bedeutete nicht das Ende, sondern den Wendepunkt in der Geschichte des Südgangs, dessen Bedeutung die Redner bei der Vernissage hervorheben. "Öffentlichkeit ist ein wichtiges Lebensmittel für die Künstler", betont Ex-Regierungspräsident Jürgen Büssow.

Frank Bernemann, Hans-Jörg Buschmeier, Caco, Christina P. Eckhardt, Heike Giesberts, Michaela Heckers, Irmtraut Helten (als Gast in ihrem Atelier wirkt Armin Küpper mit), Holger H. Hoffmann, Inken Horn, Mathilde C. Jaeger, Heike Kleffmann, Susanne Kurwig, Enoh Benjamin Lienemann, Carola Liscke, Katrin Petri, Ele Pohl, Uwe Rips, Peter Schmitz, VillaK-Jugend & Kulturzentrum und Annetraut Wintergerst.

Geöffnet am kommenden Sonntag, 31. Oktober, von 11-18 Uhr.

Ein umfangreicher Katalog wird in den Ateliers für fünf Euro verkauft.

Auch wenn das Foyer der Stadtwerke an der St. Töniser Straße nicht die Intimität eines Ateliers aufweisen kann, erlauben die Werke der Teilnehmer einen guten Einstieg in die Vielfalt, die der Südgang bietet. Malerei, Grafik, Fotografie und Objektkunst bilden die Schwerpunkte einer Veranstaltung, die trotz mancher Krisen eine wichtige Facette im kulturellen Leben dieser Stadt ist. Zu Recht haben die Künstler das jetzt gefeiert.

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