Der Kammerchor Krefeld und Canto Sereno gaben ein gemeinsames Konzert.

In Schwarz gekleidet präsentierten die Chorsänger leise Werke.
In Schwarz gekleidet präsentierten die Chorsänger leise Werke.

In Schwarz gekleidet präsentierten die Chorsänger leise Werke.

A. Bischof

In Schwarz gekleidet präsentierten die Chorsänger leise Werke.

Krefeld. Der Kammerchor Krefeld hatte viel Zeit, sich auf das Konzert am Samstag in der Franziskuskirche vorzubereiten. Für die 20 Mitglieder des Chors Canto Sereno hingegen lief die Vorbereitung im Schnelldurchgang. „Die St. Töniser mussten flott in acht Wochen Proben das Programm einstudieren“, erklärt Roland Stuers, der im Januar die Leitung des Chors übernommen hat.

„Eine Stunde der Ruhe und Meditation“ versprach Stuers den Zuhörern am Samstag. Eine gelungene Einstimmung in das besinnliche Konzert bot Valeska Gleser mit ihrem Solo an der Harfe. „Watching the wheat“ von John Thomas (1826-1913) versetzte das Publikum in ein im Wind wogendes Weizenfeld.

Kein Applaus zerstörte nach dem Harfen-Solo die Stimmung

Die Chorgemeinschaft setzte den musikalisch eingeschlagenen Weg mit Heinz Bembooms „Von guten Mächten“ fort. Beatrix Brägelmann begleitete an der Orgel. Den Übergang zu den nächsten Gesängen bildeten Lesungen zur Passionsgeschichte, die Elisabeth Overbeck vortrug, deren Stimme allerdings einen starken Kontrast zum meditativen Charakter des Abends bot. Den ersten Teil mit meist romantischen und leisen Werken schloss wieder ein Harfen-Solo. Es war schön, dass kein Applaus die Stimmung zerstörte.

Im zweiten Teil bewiesen die beiden Chöre unter Stuers’ Leitung mit Franz Schuberts „In monte Oliveti“, dass sie schon eine gute Gemeinschaft bilden. Den Herausforderungen der Komposition wurden sie gerecht.

Als Hauptwerk des Abends wurde das Requiem von Gabriel Fauré (1845-1924) aufgeführt. Dabei wurden die Chöre von Gesangssolisten – Christine Hoffmann (Sopran) und Achim Hoffmann (Bariton) sowie Anna Overbeck (Cello) und Juri Wostrikow am Kontrabass – unterstützt. Bis auf eine kleine Unsicherheit im leisen Agnus Dei, wo der Vortrag in einer Piano-Passage zerbröckelte, sich dann aber schnell wieder fing, gelang den beiden Chören eine gute Präsentation. Mit ihrem „In Paradisum“ boten die Frauenstimmen einen engelsgleichen Gesang und ganz nach dem Thema des Satzes einen positiven Ausklang.

Das Ende glich einem stillen Entschweben – und dann kam nach einer besinnlichen Pause der verdiente Applaus, der sich zu Standing Ovations steigerte.

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