Zum zwölften Mal treffen Kabarett-Größen auf Karnevalisten – und am Ende gewinnt der Kinderschutzbund.

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Im Schwanenmarkt treffen Kabarett und Karneval aufeinander: Gastgeber Volker Diefes (l.) begrüßt hier Comedian David Werker.

Im Schwanenmarkt treffen Kabarett und Karneval aufeinander: Gastgeber Volker Diefes (l.) begrüßt hier Comedian David Werker.

Dirk Jochmann

Im Schwanenmarkt treffen Kabarett und Karneval aufeinander: Gastgeber Volker Diefes (l.) begrüßt hier Comedian David Werker.

Krefeld. Das erste Dutzend ist geschafft. Am Sonntag begegneten sich im Schwanenmarkt Kabarett und Karneval im zwölften Jahr. Rund 300 zum größten Teil kostümierte Gäste ließen sich von den Könnern Volker Diefes und Johannes Kockers durch das mehr als dreistündige Programm führen.

Bei diesem Treffen zur Hauptnarrenzeit war nicht deutlich auszumachen, wer die Nase vorn hatte. Waren es die überörtlich aktiven und teils aus dem Fernsehen bekannten Comedy-Größen David Werker, Christian Schiffer, Abdelkarim und Erasmus Stein oder doch die Krefelder Lokalmatadore? Die kleine Show-Band Jörg und Michael versorgte beide Gruppen mit Tuschs.

Stark war der Eröffnungsauftritt von Helmut Höffken als Advokat. Der Doktor Humoris Causa des Jahres 2013 nahm sich gekonnt die Krefelder Widrigkeiten vor und bekannte, stets gemeinsam mit dem Publikum: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“.

Altbier, Flönz und Grillagetorte sind die Grundnahrungsmittel

Für ein großes Wir-Gefühl sorgte die Band Schäng Blasius Flönz Rakete. Gemeinsam mit den Musikern sangen alle „Es gibt gute, es gibt böse Städte und auch Krefeld“. Als man danach behauptete, „Altbier, Flönz und Grillagetorte“ seien die Grundnahrungsmittel der Krefelder, war unter den Lichtkuppeln herzliches Lachen zu hören.

Viel Beifall erhielt auch Johannes Kockers, ehemaliger Prinz und Vortrags-As, für seine Darbietung „Animateur auf Mallorca“. Der Närrische Ehrenbürger Michael Wimmers aus Hüls begeisterte als Häuslebauer, dem die Banken nur noch sehr zögernd das nötige Geld bereitstellen.

Als kurz vor 22 Uhr das Krefelder Prinzenpaar einzog, da schien es, als habe der Karneval knapp gegen das Kabarett gesiegt. Ein Gewinner jedoch stand zweifelsfrei fest: der Krefelder Kinderschutzbund. Ihm wird der Schwanenmarkt den Reinerlös der Veranstaltung überweisen.

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