Neuer Entwurf sorgt für Spekulationen.

Krefeld. Wo keine Fakten verfügbar sind, wuchern Gerüchte - so auch beim neuen Entwurf für die Sanierung des Kaiser-Wilhelm-Museums. Seit Wochen liegen die abgespeckten Pläne des Architekten Winfried Brenne im Rathaus. Da das Projekt jedoch als Chefsache gilt und Oberbürgermeister Gregor Kathstede (CDU) lange krank war, dringen keine Details nach außen.

Die Politik scharrt ungeduldig mit den Füßen. FDP-Fraktionschef Joachim C. Heitmann beklagt, das potenziell brisante Papier werde "unter Verschluss gehalten". Im Rathaus heißt es außerdem, Brenne habe ausgerechnet die Klimaanlage gestrichen - Herzstück für die Modernisierung des Hauses.

Diesem Gerücht tritt der OB entgegen: "Einen Umbau ohne Klimaanlage kann es nicht geben. Das wäre ein Schildbürgerstreich." Die Kühlung der Räume sei "das zentrale Element, um Kunstwerke ausleihen zu können und die eigenen zu schützen".

Mehr sagt Kathstede nicht. Er will zuerst die Politik informieren, dann die Presse. "Die Öffentlichkeit wird sich über das freuen, was ich mitzuteilen habe", verspricht er noch.

Nach WZ-Informationen zeigt Brenne in seinem neuen Entwurf mehrere Alternativen auf. Alle sind kostengünstiger als der bisherige Entwurf für 14,7 Millionen Euro. Als zweifelhaft gilt jedoch, ob die geforderten 11,7 Millionen Euro ausreichen. Der vermutliche Verzicht auf die Dachanhebung spart den Betrag allein nicht ein. Für ein sachgerecht saniertes Museum mit Klimaanlage wird die Politik nach Informationen der WZ Geld draufsatteln müssen.

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