Ein Auftritt in der Dionysiuskirche gehört für die Preisträger eines russischen Wettbewerbs mit zum Gewinn dazu.

Ein Auftritt in der Dionysiuskirche gehört für die Preisträger eines russischen Wettbewerbs mit zum Gewinn dazu.
Regionalkantor Andreas Cavelius freut sich über die Besucherzahlen seines Programms in der Dionysius-Kirche.

Regionalkantor Andreas Cavelius freut sich über die Besucherzahlen seines Programms in der Dionysius-Kirche.

Archiv Andreas Bischof

Regionalkantor Andreas Cavelius freut sich über die Besucherzahlen seines Programms in der Dionysius-Kirche.

„Gehst du an einer Kirche vorbei und hörst Orgel darin spielen, so gehe hinein und höre zu.“ Dem Rat von Robert Schumann ist in Krefelds City leicht zu folgen. In St. Dionysius klingt das schöne Instrument in diesem Jahr elfmal sonntags zum „Internationalen Orgelzyklus“. Die „Orgelmusik zur Marktzeit“ findet im elften Jahr an 14 Samstagen statt. Es sind musikalische Pausen am geschäftigen Samstag bei freiem Eintritt gegen Kollekte.

Andreas Cavelius, seit 1987 Kantor der Stadtkirche und seit 2001 Regionalkantor, hat seine Verbindungen spielen lassen, Meister ihres Fachs an die Klais-Orgel gebeten und wird auch selbst spielen. „Die beiden Reihen sind immer überdurchschnittlich gut besucht. Ich wollte ihnen ein Motto geben und keine lose Zusammenstellung bringen. Sie sind gut zu hören, auch für ein Publikum, das nicht vom Fach ist, sondern beispielsweise samstags einfach vorbeischaut; sei es vom Bauern-, Pottbäcker- oder Weihnachtsmarkt. Für eine halbe Stunde sind alle gerne dabei.“

Am kommenden Samstag spielt der Regionalkantor selbst

So kommen diesmal samstags sämtliche Orgelkonzerte von Georg Friedrich Händel zu Gehör. Cavelius: „Es ist eigentlich Musik, die er komponierte, um damit die Pausen seiner vier- bis fünfstündigen Oratorien angenehm zu füllen.“ Nur im März gibt es hier eine Ausnahme: „Am 3. kommt das Rachmaninov-Ensemble mit A cappella-Gesängen aus Kiew. Im Orgelzyklus greift er „mit einem kleinen Augenzwinkern“ den 333. Geburtstag von Johann Sebastian Bach auf.

Am kommenden Samstag, 6. Januar, stimmt der Regionalkantor selbst ein mit Händels Orgelkonzert Nr. 2 B-Dur, Bachs Choralfantasie „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und Théophile Stern: „Marsch der Heiligen Drei Könige“. Weiteres Beispiel: Im Juni sitzt mit Ute Remmel-Geuchen mit Händels Orgelkonzert Nr. 1 g-moll eine gefragte Konzertorganistin am Instrument. „Am 8. Dezember wird mit Josef Schwalbach mein Vorgänger kommen. Das ist Tradition. Ich selbst mag am 22. Dezember Händels Orgelkonzert Nr. 16 F-Dur HWV 305 und Johann Christian Heinrich Rinck Variationen über „Ah, vous dirae-je, maman“.

Der „Internationale Orgelzyklus“ startet am 21. Januar mit Andreas Rothkopf an der Orgel. Er widmet sich Franz Liszt mit Präludium und Fuge über den Namen „BACH“. Cavelius: „Es ist eine tolle Ouvertüre. Im April folgt mit Matthias Mück ein hoher Gast, dem im Mai mit der lettischen Organistin Iveta Apkalna eine der führenden Instrumentalistinnen weltweit folgt und zum ersten Mal ist im September William Saunders dabei. Wir müssen wohl einige Stühle dazustellen.“

Und dann ist Cavelius noch ein Coup gelungen: Mit Mansur Yusupov kommt der erste Preisträger des Orgelwettbewerbs Kaliningrad nach Krefeld. „Unser Konzert in der Stadtkirche gehört zur Erlangung seines Preises dazu. Seine Nachfolger werden wir deshalb in den nächsten Jahren auch begrüßen können.“

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