Die Ateliers im Pausenhof an der Marktstraße öffnen am Wochenende ihre Türen.

Sie steuern mit Freude auf ihre gemeinsame Ausstellung am Wochenende zu (v. l.): Ivo Lucas, Frank Bernemann, Peter Schmitz, Susanne Pochowski, Christine Prause und Barbara Freundlieb vom Atelier Pausenhof.
Sie steuern mit Freude auf ihre gemeinsame Ausstellung am Wochenende zu (v. l.): Ivo Lucas, Frank Bernemann, Peter Schmitz, Susanne Pochowski, Christine Prause und Barbara Freundlieb vom Atelier Pausenhof.

Sie steuern mit Freude auf ihre gemeinsame Ausstellung am Wochenende zu (v. l.): Ivo Lucas, Frank Bernemann, Peter Schmitz, Susanne Pochowski, Christine Prause und Barbara Freundlieb vom Atelier Pausenhof.

Dirk Jochmann

Sie steuern mit Freude auf ihre gemeinsame Ausstellung am Wochenende zu (v. l.): Ivo Lucas, Frank Bernemann, Peter Schmitz, Susanne Pochowski, Christine Prause und Barbara Freundlieb vom Atelier Pausenhof.

Krefeld. Zum Pause machen gehen sie nicht dorthin, erst Recht nicht zum Lernen. „Pausenhof“ haben die acht Künstler ihr Domizil genannt, weil sie die ehemaligen Klassenzimmer der alten Volksschule an der Marktstraße als Ateliers nutzen. Im Hof treffen sie sich, um sich auszutauschen.

Heute und morgen suchen sie zudem den Austausch mit Freunden der Kunst: Zwischen 12 und 19 Uhr sind alle Ateliers zu einer Ausstellung geöffnet.

Rotkäppchen sitzt vor einer langen Blutspur

Christine Prause zeigt gegenständliche Malerei, aber auf die Motive kommt es ihr nicht so sehr an. Sei es nun das Bild einer Familie oder seien es Landschaften – Prause, die in Düsseldorf Kunst studiert hat, interessiert mehr die Farbkomposition. So befinden sich ihre Acrylbilder oft auf dem Weg der Abstraktion.

Geschichten will hingegen Peter Schmitz erzählen. „Mein Thema ist der Mensch“, sagt der gelernte Graphikdesigner. Seine Ölbilder können dabei durchaus einen moralischen Impuls vermitteln. Jedenfalls tropft das Würstchen auf dem Bild „Zum Grillen gibt es Wurst“ vor Blut, und das Rotkäppchen auf dem Gemälde „Sie nimmt von nun an ihren Hund mit“ sitzt vor einer langen Blutspur und blickt den Betrachter grimmig an.

Eine eigenwillige Technik hat der gelernte Keramikdesigner Frank Bernemann für seine Bilder erfunden. In grundierte Holzplatten fräst er die Konturen seiner Motive. Teils verfüllt er die Vertiefungen mit Wachs, teils lässt er sie offen stehen, Malerei mit dezenten Farben tritt auf der Fläche hinzu. Bernemann arbeitet wie ein Bildhauer, um im Tafelbild zu landen.

Susanne Pochowski, von Hause aus Produktdesignerin, beschäftigt sich seit zwei Jahren mit Wellenformen. In ihren abstrakten Kompositionen setzt Pochowski sie aus Kreissegmenten zusammen. Durch unterschiedliche Farbgebung treten einzelne Wellen vor oder zurück – so entstehen räumliche Wirkungen.

Barbara Freundlieb ist eine Quereinsteigerin in die Kunst, studiert hat sie Biologie. Sie hat mit Illustrationen begonnen, besser ausleben kann sie sich jedoch in großformatigen Acrylbildern, die meist mit impulsivem Gestus gestaltet sind.

Etwas aus der Reihe tanzt Ivo Lucas. Er hat mit seiner zwölfjährigen Tochter Feline einen Stapel von DIN-A-2-Blättern so farb- wie formenreich gestaltet. Sein Ziel dabei: seiner Tochter dabei zu helfen, sich Frische und Freude in der Kunst zu erhalten.

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