Wuppertaler Museum widmet Jochen Stücke seine bislang größte Ausstellung.

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Jochen Stücke vor seinem Bild „Köpfe der Revolution“. Diese kullern als Schädel aus einem Wagen.

Jochen Stücke vor seinem Bild „Köpfe der Revolution“. Diese kullern als Schädel aus einem Wagen.

Andreas Fischer

Jochen Stücke vor seinem Bild „Köpfe der Revolution“. Diese kullern als Schädel aus einem Wagen.

Krefeld. In Woody Allens Film „Midnight in Paris“ taucht der junge Schriftsteller Gil wie von Zauberhand ins Paris der 1920er-Jahre ein. Dort diskutiert er mit Ernest Hemingway über Literatur, flirtet mit Picassos Geliebter und trifft im Café auf Salvador Dali. Als Flaneur durch die Zeiten bewegt sich auch der Künstler Jochen Stücke durch seine Lieblingsstadt Paris. Eine Auswahl der dabei entstandenen Arbeiten zeigt nun das Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum.

Nach zehn Jahren ist ein zweibändiges Album entstanden

Denn anders als im Film wird der Krefelder Kunstprofessor bei seinen Streifzügen selbst zum Regisseur. Als profunder Kenner der französischen Literatur, Geschichte und Kunst stellt er selbst die vielfältigsten Bezüge zwischen Menschen und Ereignissen her, die er zeichnerisch virtuos verarbeitet. In den vergangenen zehn Jahren ist so ein umfangreiches Oeuvre entstanden, das der Künstler in ein inzwischen zweibändiges „Pariser Album“ zusammengefasst hat.

Eine breitgefächerte Auswahl mit 130 Arbeiten daraus ist im renommierten Wuppertaler Museum zu sehen. Damit widmet es dem Künstler seine bisher umfangreichste Ausstellung. In den vier Räumen sind sechs verschiedene Themenkomplexe zusammengefasst.

Die Auseinandersetzung mit Napoleon fällt satirisch aus

Während die Studien zu Pariser Straßen ihre eigene Poesie entwickeln, trägt Stückes Auseinandersetzung mit Napoleon oder dem Touristenmagnet Notre Dame auch sehr satirische Züge. Abgesehen von der inhaltlichen Vielfalt bietet die Schau darüber hinaus Zeichenkunst vom Feinsten. Zu den besonderen Leihgaben zählen auch die Blätter aus dem Pariser Musée Carnavalet, das diese Arbeiten erst seit kurzem in seine ständige Sammlung aufgenommen hat.

Die Ausstellung in Wuppertal läuft noch bis zum 22. Februar 2015

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