Gebannt folgen kleine und große Zuschauer dem Kobold Kiko in die Tiefen des Ozeans.

Die Niederrheinischen Sinfonikerschmissen sich für das Kinderkonzert in Schale.
Die Niederrheinischen Sinfonikerschmissen sich für das Kinderkonzert in Schale.

Die Niederrheinischen Sinfonikerschmissen sich für das Kinderkonzert in Schale.

Dirk Jochmann

Die Niederrheinischen Sinfonikerschmissen sich für das Kinderkonzert in Schale.

Krefeld. Taucherbrillen und Schwimmflossen gehören normalerweise nicht zur Ausstattung eines Orchesters. Doch die Niederrheinischen Sinfoniker machen eine Ausnahme: Für die Reise zu "Nymphen, Nixen und Wassermännern" sind sie beim Kinderkonzert bestens ausgestattet.

Eine unglückliche Meerjungfrau sucht nach ihrem Prinzen

Auch Kobold Kiko (Paula Emmrich) hat sich eine fantasievolle Ausrüstung zugelegt, um in den Ozean abzutauchen. Die Flaschenpost einer unglücklichen Meerjungfrau, die ihren Prinzen sucht, lässt dem abenteuerlustigen Kobold keine Ruh - er möchte sie suchen. Zu den Klängen von Felix Mendelssohn-Bartholdys "Schöner Melusine" stürzt Kiko sich in die Fluten.

"Ihr könnt ja auch unter Wasser toll spielen", ruft der Kobold den Musikern zu, bevor er sich mit Schwimmbewegungen einen Weg zwischen den Instrumenten hindurch bahnt. "Pass’ auf den bösen Wassermann auf", warnt Dirigent Philip van Buren, der zu Antonin Dvoráks gleichnamigen Stück einige hilfreiche Erläuterungen gibt.

So wird in der Geschichte das Mädchen, das vom Wassermann in seine Welt entführt wird, anfangs durch heitere Klarinettentöne charakterisiert. Später vermitteln dunkle Celloklänge die melancholische Stimmung des Mädchens, das für immer im Wasser bleiben muss.

Dem gefährlichen Wassermann begegnet Kiko glücklicherweise nicht, dafür trifft er auf einen netten Angler (Markus Heinrich). Dieser kennt ein Lied von der "launischen Forelle", das Franz Schubert geschrieben hat. Gemeinsam mit Kiko lauscht er der wunderbaren Musik aus Albert Lortzings Oper "Undine", die aus den Tiefen des Meeres zu kommen scheint.

Diese Klänge locken auch die gesuchte Meerjungfrau (Debra Hays) endlich hervor. Es ist Rusalka, die Nixe aus Dvoráks gleichnamiger Oper. In dem zauberhaften Lied an den Mond singt sie von ihrer Liebessehnsucht. Spätestens jetzt ist es um den Angler geschehen.

Freudig betrachtet Kiko das sich anbahnende Happy-End und meint trocken: "Ein ängstlicher Angler ist besser als gar nix!" Selbst der aus dem Orchester auftauchende Wassermann kann nichts mehr ausrichten. Viel Applaus von den kleinen und großen "Landratten" im Zuschauerraum.

Nächstes Kinderkonzert: "Frühlingsrauschen" am 25. April.

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