In der Friedenskirche überzeugten die New York Gospel Stars mit faszinierendem Gesang und wenigen Showeffekten.

In der Friedenskirche brachten die New York Gospel Stars das Publikum zum Klatschen, Mitsingen und Tanzen.
In der Friedenskirche brachten die New York Gospel Stars das Publikum zum Klatschen, Mitsingen und Tanzen.

In der Friedenskirche brachten die New York Gospel Stars das Publikum zum Klatschen, Mitsingen und Tanzen.

Dirk Jochmann

In der Friedenskirche brachten die New York Gospel Stars das Publikum zum Klatschen, Mitsingen und Tanzen.

Krefeld. Die New York Gospel Stars sind ein eingespieltes Team: Am Mittwoch gaben die sieben Sängerinnen und Sänger sowie zwei Instrumentalisten in der Friedenskirche ihr 25. Konzert der Deutschland-Tournee. Insgesamt sind 62 Auftritte zwischen Kiel und München vorgesehen. Eine gut gefüllte Friedenskirche, in der man dann wegen der Nachfrage doch noch die Emporen freigeben musste, wurde zum Ort eines Gospelkonzerts mit einer erfreulichen Reduktion an Showeffekten.

Tyrone Flowers bringt andächtige Aspekte des Gospels zum Klingen

Auf die übliche Animation mit „Clap your hands“ und den wiederholten Fragen „Are you happy“, bei denen sich Chorleiter Craig Wiggins nur mit lautstarken Antworten und Reaktionen zufrieden gibt, folgen beim diesjährigen Tourneeprogramm erstaunlich viele ruhige Passagen. Schon das erste Gesangssolo von Tyrone Flowers bringt die andächtigen, spirituellen Aspekte des Gospels zum Klingen. Seine Stimme kann faszinieren.

Facettenreiche Stimmen brauchen kein Mikrofon

Im Duo Wiggins und Celestrial Powe folgen dann doch wieder die Schrei- und Showeinlagen eines überzogen interpretierten Gospels. Aber dem Publikum gefällt es, denn der Applaus ist entsprechend lauter. Die bewegungsreichen Gesänge der Sieben in ihren violetten Gewändern dürften jeden Orthopäden erfreuen – auch die Tatsache, dass die Zuhörer sich mitbewegen und ihren Part kennen. Beim Spiritual „He’s got the whole world“ wird die Choreographie in den Stuhlreihen um Armbewegungen zur Größe der Erdkugel erweitert.

In der Pause wechseln die Gospel Stars ihre Garderobe. Die Damen erscheinen nun im eleganten „kleinen Schwarzen“ mit viel Glitzer. Die veränderte Optik geht auch mit einem Wechsel im Programm einher: Swing- und Soul-Elemente bestimmen den zweiten Teil.

Matia Washington interpretiert zum Beispiel einen Song von Aretha Franklin und beweist damit, wie auch die anderen des Ensembles, dass ihre ausdrucksstarken wie facettenreichen Stimmen weder das Schreien noch ein Mikrofon nötig haben. Washingtons Stimme umfasst vier Oktaven, doch auf die höchsten Töne im Fortissimo mag man gerne verzichten.

Aber Wiggins hat in seinem Repertoire natürlich auch „songs to touch your heart“. Es ist schon herzerwärmend, wenn er mit Latoya Duggan zu den plätschernden Akkorden des E-Pianos ein Duett singt.

Der Ausklang des Konzerts ist dann eher ein Werbeblock für die nächsten Konzerttermine – „the show must go on!“ Im Frühjahr folgt die nächste Deutschlandtournee der Gospels Stars aus New York.

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