Die CDU besichtigt den Museumskomplex, an dem die Sanierung fast abgeschlossen ist.

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Noch zeugt das Gerüst von den zahlreichen Arbeiten, die am Museum geleistet wurden.

Noch zeugt das Gerüst von den zahlreichen Arbeiten, die am Museum geleistet wurden.

Dirk Jochmann

Noch zeugt das Gerüst von den zahlreichen Arbeiten, die am Museum geleistet wurden.

Krefeld. Einen rund 1,15 Millionen Euro schweren Rundgang absolvierten die Teilnehmer am Sommerprogramm der CDU im Museumskomplex Burg Linn. "Ein unverhoffter Geldsegen aus dem Konjunkturpaket II", sei der Hintergrund für umfangreiche Sanierungen, erklärt Stefanie Neukirchner.

Sanierung des Jagdschlosses, Ausbau der Remise und Anbau am Museumsbunker sind die drei Projekte, die Museumschef Dr. Christoph Reichmann und Eva-Maria Eifert, Leiterin des Referats Gebäudeinstandhaltung der Stadt, vorstellen. Das Jagdschloss, das frühere Herrenhaus der Familie de Greiff im 19. Jahrhundert, erhielt für 300.000 Euro ein neues Dach, renovierte Blendläden und Eichenfenster und einen neuen Fassadenanstrich.

Der Museumsbunker soll durch einen Aufzug barrierefrei werden

In der Remise wurde mit einem Durchbruch Platz geschaffen für einen integrierten Shop- und Kassenbereich. Für dringliche Bedürfnisse wird es in diesem Bereich künftig ein Personal-WC wie eine Besucher-Toilette mit Wickelmöglichkeit geben. Wie Reichmann ankündigt, werden die Räumlichkeiten im Oktober eröffnet. 370.000 Euro wurden in die neue Remise investiert.

Noch in Arbeit ist das dritte Projekt. Barrierefrei soll künftig der "Museumsbunker" an der Rheinbabenstraße über die südliche, hintere Seite zugänglich sein. Dafür wird ein 8,50 Meter breiter und drei Meter tiefer Anbau errichtet, der eine Treppe und einen Aufzug aufnimmt.

Darüber sind künftig alle drei Etagen zugänglich. Im Erdgeschoss ist eine ebenfalls barrierefreie Toilettenanlage geplant. Das ist nicht zuletzt für die Besucher des Museumscafes wichtig.

Professor Karl Rembert war der erste Leiter, Professor Albert Steeger folgte. Er betrieb 1930 die Eröffnung eines zweiten Heimatmuseums, das als niederrheinisches Zentralmuseum einen größeren Raum abdecken sollte. Das "Heimathaus des Niederrheins" zog von einer alten Schule am Nordwall zur Burg Linn. Unter Leitung von Renate Pirling lag der Schwerpunkt auf der Untersuchung der Gräberfelder des antiken Gelduba. Heute wirken die Archäologen Christoph Reichmann und Christoph Dautermann in Linn.

Damit können die im ersten bzw. zweiten Obergeschoss vorhandenen WCs künftig anderweitig genutzt werden. Dieser Anbau könnte auch, so Eifert, "ein Gelenkstück für eine künftige Gebäudeerweiterung sein." Mit 480.000 Euro ist dieses Projekt der dickste Brocken in der Burg-Sanierung.

Eva-Maria Eifert stellte aber auch klar: "Instandsetzung an der Burg ist eine Daueraufgabe mit Prozesscharakter." Es müsse als eine Aufgabe verstanden werden, die dem regelmäßigen Reinigen eines Gebäudes gleiche. Stefanie Neukirchner knüpfte daran am Schluss des Rundgangs die Vision, dass auch der Zehnthof gegenüber dem Jagdschloss ein neues Dach bekommen sollte.

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