Zwei restaurierte Instrumente stehen wieder im Jagdschloss. Patenprojekt sorgte für die Finanzierung.

Die Restauratoren Rolf Pütz (l.) und Christoph Tölke mit Heide Gerritzen, Vorsitzende des Fördervereins.
Die Restauratoren Rolf Pütz (l.) und Christoph Tölke mit Heide Gerritzen, Vorsitzende des Fördervereins.

Die Restauratoren Rolf Pütz (l.) und Christoph Tölke mit Heide Gerritzen, Vorsitzende des Fördervereins.

Dirk Jochmann

Die Restauratoren Rolf Pütz (l.) und Christoph Tölke mit Heide Gerritzen, Vorsitzende des Fördervereins.

Krefeld. Das Jagdschloss der Linner Burg ist um zwei Ausstellungsstücke reicher. Zwei Klaviere, die vor einigen Monaten zur Restaurierung an zwei Krefelder Betriebe abgegeben wurden, sind nun wieder an ihren gewohnten Standorten zu finden.

Aufgrund einer Vielzahl von Schäden an den Objekten des Museums hatte die Museumsleitung zusammen mit dem Förderverein ein Paten-Projekt entwickelt: Spender und Förderer übernehmen eine Patenschaft für ein Ausstellungsstück und finanzieren so dessen Restaurierung.

Die Sonneneinstrahlung zieht viele Objekte in Mitleidenschaft

Heide Gerritzen, die Vorsitzende des Fördervereins Freunde der Museen Linner Burg, hat die Patenschaft für das Clavichord von Caspar Faller im De-Greiff-Zimmer übernommen. An ihrem Geburtstag hatte sie zu Spenden aufgerufen und Geld gesammelt. Stolz blickt sie nun auf ihr "Patenkind" und ist sichtlich erfreut darüber, zum Erhalt des Mobiliars im Jagdschloss beigetragen zu haben.

Dem Museum war es wichtig, die Restaurationsaufträge an Krefelder Unternehmen zu vergeben. So hat die Arbeit an dem Klavier im ersten Stock der Restaurator Rolf Pütz übernommen. Fachmännisch und detailliert erklärt er seine Arbeitsschritte. Für ihn stand die Konservierung, also der Erhalt des Stückes, an erster Stelle.

Unter anderem waren die Lackschichten durch Lichteinflüsse und klimatische Veränderungen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. "Das Sonnenlicht bleicht leider viele Objekte aus", sagt Christoph Dautermann, stellvertretender Museumsleiter. Aus diesem Grund wurden die Fenster des gesamten Hauses mit UV-Folien beklebt, um die Möbel aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu schützen.

Zirka vier Monate hat hat der Restaurator Christoph Tölke an dem zweiten Klavier im Marianne-Rhodius-Zimmer gearbeitet. Das 150 Kilo schwere Musikinstrument aus der Zeit des Biedermeier erscheint nun in neuem Glanz. Einige Gebrauchsspuren hat der Restaurator jedoch sichtbar gelassen. "Sie gehören dazu und sollen den geschichtlichen Zustand dokumentieren", sagt Christoph Tölke.

Auch andere Objekte müssten noch restauriert werden

Es gibt noch viele Objekte im Jagdschloss, die in die Restauration müssten, so Christoph Dautermann. Heide Gerritzen betont dass die Bild- und Möbelpatenschaften eine ständige Einrichtung seien. "Bei uns kann man auch mit kleinen Beträgen Gutes tun", so Dautermann.

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