Die Krefelder Musikband Smot hat neben einem neuen Bassisten, auch einige Pläne für 2017. Unter anderem ein Konzert in der Kulturrampe.

Die Krefelder Musikband Smot hat neben einem neuen Bassisten, auch einige Pläne für 2017. Unter anderem ein Konzert in der Kulturrampe.
Lieber ausgeflippt, als normal: Andreas Gianopopulos (v.l.), Martin Schwarz, Oliver Griethe und Silja Gottschalk von Smot.

Lieber ausgeflippt, als normal: Andreas Gianopopulos (v.l.), Martin Schwarz, Oliver Griethe und Silja Gottschalk von Smot.

Smot

Lieber ausgeflippt, als normal: Andreas Gianopopulos (v.l.), Martin Schwarz, Oliver Griethe und Silja Gottschalk von Smot.

Krefeld. „Smot“ in Verbindung mit „It out loud“ klingt schon etwas merkwürdig. Dahinter verbirgt sich aber tatsächlich eine Musikband. Betritt man den Proberaum „Drummers Inspiration“ in Hüls, braucht es nicht mehr lange, um zu erfahren, wofür Smot steht: lauter Punk/Rock. Die Gruppe aus Krefeld ist froh, seit diesem Jahr einen neuen Bassisten an ihrer Seite zu haben. Denn er passt sichtlich in die Gruppe, die wohl nichts für eintönige Hörer spielt.

Oliver Griehte und Martin Smeets haben Smot vor rund zwei Jahren gegründet. Kurz darauf lernte der Gitarrist Smeets Silja Gottschalk kennen. Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Griehte konnten sie die Sängerin für ihre Band gewinnen. Gottschalk erzählt: „Ich bin vorbeigekommen und habe mich sofort wie Zuhause gefühlt.“ Die Frau in der Gruppe strahlt vor Begeisterung. Und auch der neue Bassist Andreas Giannokopoülos ist in der Gruppe angekommen.

Die vier Musiker wirken tatsächlich so, als wenn sie sich bereits seit einer halben Ewigkeit kennen würden, obwohl seit dem Beitritt von Giannokopoülos noch kein Jahr vergangen ist. Sie amüsieren sich ausgelassen über die lockigen Haare von Griehte, die vielleicht ein wenig ihre Form verloren haben. Auf die Frage, ob er mal beim Friseur war, können sie sich vor Lachen kaum halten. Es geht ein bisschen drunter und drüber mit den vier Musikern, die gemeinsam mit dem „Lichtmensch“ Christoph und Smeets Lebenspartnerin bereits das erste Bier geöffnet haben. Sie reden durcheinander; Giannokopoülos spielt leise für sich an seinem Bass herum.

Eine Band mit vielen musikalischen Facetten

Das Durcheinander passt jedoch zu ihnen. Selbst als Außenstehender hat man bald den Eindruck, die Band nicht erst seit gerade zu kennen. Doch vor allem passt dieses Durcheinander zu ihrer Musik. Giannokopoülos zählt auf: „Über Rock, Jazz, Punk und Blues ist alles drin.“ Der Bassist sei deshalb auch so froh, bei Smot zu sein. Die Band mache es nämlich so, wie er es mag. Und dafür steht der Name „Smot“. Smeets vergleicht ihn mit einem immer wieder selber antreibenden Mechanismus.

Er ergänzt: „Musikalisch geht’s um Energie. Wir versuchen, die Leute damit mitzureißen.“ Bei den Musikern zeigt es zumindest längst Wirkung. Gottschalk, die die Songtexte selber schreibt, sagt fasziniert: „Wenn Martin oder Oli einen Ton anspielen, kommen mir direkt die Texte.“ Bis diese fertig seien, dauere es dann zwei bis drei Monate.

Smot covert wenige Lieder. Stattdessen produziert die Band eigene. Die hauptberufliche Yogalehrerin und Therapeutin singt selten von Liebe dafür aber viel von neuen Wortschöpfungen. Die Energie ihrer Musik ist spürbar „Es reizt, alles auszuprobieren“, sagt Giannokopoülos, der schon vor Smot eine jahrzehntelange Musikkarriere hinter sich hatte.

Der eigentliche Sänger und gelernte Fotograf freut sich sehr über die Freiheit, die Smot dem Bassisten lässt. So habe sich der als Disponent in Düsseldorf tätige Musiker entfalten können. Diese Freiheit nimmt sich die Band auch nun: Giannokopoülos – der mit dem Schnurrbart und den tätowierten Armen – kann seinen Bass nicht beiseite liegenlassen und sagt: „Uns juckt es gerade in den Fingern. Wir spielen einfach mal ein bisschen.“

Es erlischt das Licht im Proberaum und Discolicht strahlt an die Decke. Bier und Knabbereien stehen bereit. Dann spielt der vor Kurzem gewordene Vater Griehte, den Ton an. „You and me“ heißt das Lied – entstanden direkt bei der ersten Begegnung zwischen Gottschalk und Smot. Die Band kann es nicht bei einem Song lassen und geht schnell zum nächsten über.

Griehte, der an seinem Schlagzeug wohl den meisten Lärm verbreitet, vergewissert sich kurz: „Willst du dir das jetzt wirklich antun?“ Doch dann spielt Smot auch schon weiter. Die Homer-Abbildung „Never too old to rock“ an der Wand hinter dem Schlagzeuger scheint gut befestigt sein. Zu einem solchen Probeabend trifft sich das Team zweimal wöchentlich.

Dabei verlässt vor Mitternacht in der Regel keiner das Drummers Inspiration. Spätestens sei jedoch um fünf Uhr Schluss, wenn der erste zur Arbeit müsse, scherzt der Schlagzeuglehrer Griehte.

Das vierköpfige Team probte gerade für einen Auftritt. Am 24. März kommen sie sogar in die Kulturrampe. Sie verraten schon mal, dass sie nach der Luftballonshow 2015 dann richtig „smoten“ wollen. Außerdem „muss eine Platte ran“, sagt der Schlagzeuger.

Deshalb will Smot im Januar mit den Aufnahmen für eine erste CD beginnen. Wenn sie nicht „um die Welt gehen“ werden, wie Gottschalk witzelt, will die Gruppe zumindest im Krefelder Umkreis bis Viersen Konzerte geben.

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