Die Musikschule Krefeld gab ihr 20. Neujahrskonzert im Seidenweberhaus. Das Publikum war generationsübergreifend.

Nachwuchs
Konzentriert spielten die jungen Musiker, um beim Neujahrskonzert der Musikschule.

Konzentriert spielten die jungen Musiker, um beim Neujahrskonzert der Musikschule.

Andreas Bischof

Konzentriert spielten die jungen Musiker, um beim Neujahrskonzert der Musikschule.

Krefeld. Auf der linken Hälfte der Bühne saßen dicht gedrängt die Streicher, auf der rechten die Bläser, und kein Platz war frei zum Durchkommen. Die Dirigenten hatten es beim Neujahrskonzert der Musikschule Krefeld nicht leicht, an ihre Pulte zu gelangen.

Das musikalische Programm wechselte von einer Seite auf die andere: Mit einem Can-Can von Offenbach und alter Musik starteten das Bläservororchester sowie der Holz- und Blechbläserkreis (Leitung: Rainer Danscheidt), gefolgt vom Jungen Orchester und dem Kinderorchester (dirigiert von Philip Krull) mit Kompositionen aus dem 16. Jahrhundert.

Den ersten Teil des Konzerts bestritten die Jüngsten. „Für sie ist das Neujahrskonzert die erste Gelegenheit, ihr Können vor einem großen Publikum zu präsentieren“, sagte der Leiter der Musikschule, Ralph Schürmanns. Und es war ein bunt gemischtes Publikum – Kleinkinder hörten der Musik genauso zu wie Großeltern und vielleicht sogar Urgroßeltern.

Instrumentalisten zeigten eine bemerkenswerte Professionalität

Ein Dank ging an die Sponsoren, allen voran den Bürgerverein Bockum und die Unternehmerschaft Niederrhein, die die Anschaffung eines Pedalpaukensatzes ermöglicht hatten. Ein junger Schlagzeuger konnte gleich eine Hörprobe dieser Pauken liefern.

Den zweiten Teil des Konzerts bestritten die Jugendlichen wieder in der bewährten Verteilung: diesmal auf der Streicher-Seite das Sinfonieorchester und die Sinfonietta, dirigiert von Ralph Schürmanns, und auf der rechten das Blasorchester unter der Leitung von Laszlo Dömötör.

Zum 20. Mal veranstaltet die Musikschule ein Neujahrskonzert. Den Anfang machte im Jahr 1991 ein Konzert der Streicherabteilung. „Damals spielten wir in der Aula der Ricarda-Huch-Schule vor etwa 180 Zuschauern“, erinnert sich Musikschulleiter Ralph Schürmanns.
 

Seit 1991 ging es mit den Zuschauerzahlen kontinuierlich bergauf. Der bisherige Rekord liegt bei mehr als 800 Zuschauern im ausverkauften Stadttheater.

Aber auch das Musiktheater-Jugendensemble gab eine kleine Kostprobe aus seiner neuen Produktion „Cantico novo“. Flotte Klänge des 19. und 20. Jahrhunderts wechselten sich bei den Instrumentalisten ab, die eine bemerkenswerte Professionalität an den Tag legten.

Das Publikum war begeistert und erhielt auch seine Chance zum Mitmachen. Natürlich klang das Sinfoniekonzert mit dem Radetzky-Marsch aus, bei dem jeder mitklatschen durfte.

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