GKK zeigt vorab die Bilder aus seinem Kunstkalender 2015.

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Sieben von zwölf Künstlern, die zurzeit im Kunst-Spektrum ausstellen. Sie zeigen unter anderem die Werke aus dem Kunstkalender 2015.

Sieben von zwölf Künstlern, die zurzeit im Kunst-Spektrum ausstellen. Sie zeigen unter anderem die Werke aus dem Kunstkalender 2015.

Dirk Jochmann

Sieben von zwölf Künstlern, die zurzeit im Kunst-Spektrum ausstellen. Sie zeigen unter anderem die Werke aus dem Kunstkalender 2015.

Krefeld. Eine arktische Landschaft im Januar, eine zarte Papiercollage im Dezember. Zwei Beispiele aus zwölf sehr unterschiedlichen Werken, die den Kunstkalender 2015 bilden. Die im vergangenen Jahr begonnene Zusammenarbeit zwischen der Gemeinschaft Krefelder Künstler (GKK) und dem Lionsclub Krefeld-Rheintor findet damit eine Fortsetzung.

Der Verkauf des Kunstkalenders 2014 hat der Künstlergemeinschaft eine Summe von 6300 Euro eingebracht. Jetzt haben wieder zwölf GKK-Mitglieder ihre Werke für die Abbildungen zur Verfügung gestellt. Eine Ausstellung im Kunst-Spektrum stellt die Arbeiten vor.

Der erste Raum beherbergt die zwölf Arbeiten des Kalenders. Von Malerei über Fotografie bis hin zu Objektkunst ist eine große Vielfalt künstlerischen Schaffens zu sehen. Weitere vier Räume teilen sich jeweils drei Künstler mit weiteren Arbeiten. „Die Wände haben wir ausgelost“, erklärt Martin R. Becker mit einem Schmunzeln.

Trotz des Zufallsprinzips ist das Ergebnis erstaunlich. Denn Beckers minimalistische Bilder in Schwarz-Weiß harmonieren perfekt mit den Arbeiten zweier Kolleginnen. Aus der Linie entwickelt Hanne Tilker-Kulgemeyer ihre auf Leinen aufgebrachte Malerei. Lebendige Schichten und Strukturen kennzeichnen die an die Wand gelehnten, farblich an Stein erinnernden Objekte von Czaja Braatz.

Einen Kontrast von Weiß und Rot findet man Raum nebenan. An eine schneebedeckte Erde erinnert das große Wandobjekt von Rita Wilmesmeier. Es bildet eine perfekte Korrespondenz zu den großen Linoldrucken von Willy Heyer, auf denen das satte Tomatenrot auf weißem Papier die Blicke auf sich zieht. Die an plissierte Stoffe erinnernden Papiercollagen von Ingeborg Schmidthüsen runden das Bild ab.

Größere Gegensätze kennzeichnen den nächsten Raum. Dort treffen die klaren, eleganten Holz-Skulpturen von Karl-Heinz Heming auf die witzig-skurrile Objektkunst von Klaus Kubik: schlichte Formen aus Pappe, die sich allmählich mit Öl vollsaugen.

Diese Klarheit in der Aussage korrespondiert mit den Fotografien von Christel Kremser, die sich einem Thema mal in strengem Schwarzweiß, mal aufgelockert in bunter Farbigkeit nähert. Klassische Schwarz-Weiß-Bilder à la Film Noir zeigt das Bild der geheimnisvoll beleuchteten Stufen von Marcell Bonten. Ebenso wie die großen Wandarbeiten von Christel Schulte-Hanhardt und Ivica Matijevic bildet es eine Welt für sich.

St.-Anton-Str. 90. Mo./Do., 16 - 20 Uhr; Sa., 11-14 Uhr und zum Galeriensonntag, 11-17 Uhr. Bis 27. September.

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