Manche Werke konnten gerettet werden, andere nicht.

Krefeld. Von einer Blitzaktion in dem zum Abbruch freigegebenen Haus 02 des Helios Klinikums, der ehemaligen Lungenklinik, berichtete Helmut Hahn im Denkmalausschuss. Drei Keramikreliefs mit Bäderszenen von einem unbekannten Künstler sowie das Relief „Landschaftsdarstellung“ von Leo Bigenwald (1904 - 1985) aus der einstigen Bäderabteilung konnten ausgebaut werden. Die Rettung anderer, in die Wände eingelassener Kunstwerke hätte zu hohe Kosten verursacht.

Im Ausschuss wurde diskutiert, welche Bedeutung der „Kunst am Bau“ noch zukommt, wenn das Gebäude abgerissen wird. Wilfried Bovenkerk stellte die Frage, wer für diese Entscheidungen zuständig sei. Wäre es der Bauausschuss? Müsste es gemeldet werden, wenn Kunst im öffentlichen Raum abgerissen werden soll, da sie mit Steuergeldern finanziert worden sei?

Um den Erhalt eines großen Wandbildes von Fritz Huhnen im Gebäude der ehemaligen Schlichterei auf dem Verseidag-Gelände Girmesgath sorgt sich Helmut Hahn ebenfalls. Der beratende Bürger hat ebenso Bedenken, dass die Kapelle im Helios-Klinikum aufgegeben wird und damit zahlreiche Kunstwerke verloren gehen. Doch hier scheint keine Gefahr im Verzug, denn die Kapelle müsste erst einmal von kirchlicher Seite entwidmet werden.

Als neues Denkmal ist das Wohnhaus Buschstraße 354, ein typisch niederrheinisches Bauernhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert, in die Denkmalliste der Stadt eingetragen worden.

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