Yoonsoo Rhee begeisterte im „Campus 44“.

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Yoonsoo Rhee präsentierte ihr Können am Klavier.

Yoonsoo Rhee präsentierte ihr Können am Klavier.

dpa

Yoonsoo Rhee präsentierte ihr Können am Klavier.

Krefeld. Zum Nachwuchs, den der in Krefeld ansässige japanische Klavierbauer Kawai bei seinen Konzerten im "Campus44" im Süden der Stadt im Focus hat, ist Yoonsoo Rhee eigentlich nicht mehr zu zählen. Auch wenn noch Studentin an der Universität der Künste, so ist die virtuose Pianistin bei weltweiten Konzerten zu hören.

Die Koreanerin, die seit ihrem sechsten Lebensjahr Klavier studiert, präsentierte dem Publikum des fünften diesjährigen Kawai-Konzerts Musikalisches über die Ankündigung hinaus: Sie hatte eine C-Dur-Sonate von Joseph Haydn ins Programm genommen und sich dafür bei ihrer Beethoven-Interpretation auf eine A-Dur-Sonate beschränkt. So konnte die junge Pianistin die eher verspielte Musik Haydns mit ihren Feinheiten und Melodiebögen und einem gefühlvollen Adagio der schwermütigen und expressiven Art der Beethoven-Sonate mit ihren Gegensätzen gegenüberstellen.

Eine weitere Variante ihres Könnens lieferte Yoonsoo Rhee mit den fünf Sätzen von Maurice Ravels bildhaften "Miroirs" ab, von der flimmernden Hitze, den zart angeschlagenen Noctuelles und der tänzelnden Barke bis zum Glockental. Höhepunkt des Abends war der Mephisto-Walzer von Franz Liszt mit seiner Zerrissenheit.

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