Preisträgerkonzert des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ präsentieren als Solisten oder in Gruppen ihr Programm.

Die Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ präsentieren als Solisten oder in Gruppen ihr Programm.
Die Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ präsentierten sich Sonntag noch einmal bei einem Konzert in der Sparkasse am Ostwall.

Die Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ präsentierten sich Sonntag noch einmal bei einem Konzert in der Sparkasse am Ostwall.

abi

Die Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ präsentierten sich Sonntag noch einmal bei einem Konzert in der Sparkasse am Ostwall.

Krefeld. Vor dem Konzertbeginn am Sonntagvormittag versammelten sich die jungen Musiker erst einmal zum Fototermin. Wie gut, dass es in der Sparkasse am Ostwall eine große Treppe gibt, um alle Preisträger des 54. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ auf ein Bild zu bekommen.

Musikalisch starteten Cellisten in das Programm. Teamgeist und die Liebe zu ihrem Instrument drücken die fünf durch ihre T-Shirts mit dem Aufdruck „Quintetto Cellissimo“ aus. Ann-Kathrin Schmitz, Clemens Dautermann, Maja Emmanouilidis, Philipp Scheible und Helene von Schaper beginnen mit modernen Interpretationen zweier lettischer Volkslieder.

„Ich darf Ihnen versichern, dass jeder Ton stimmte, auch wenn es manchmal nicht so klang“, erklärt Thomas Dieckmann, der als Vorsitzender des Regionalausschusses „Jugend musiziert“ das erste Grußwort spricht, gleich dem Publikum, bevor er lobende Worte zum diesjährigen Regionalwettbewerb der Region Kreis Kleve mit der Stadt Krefeld und dem linksrheinischen Teil des Kreises Wesel findet. Es sei der größte Wettbewerb seit einigen Jahren gewesen und einer der größten in NRW.

Der hohe Leistungsstand zeige sich auch darin, dass sich für den anstehenden Landeswettbewerb in Münster nun mehr als 1300 Teilnehmer qualifiziert hätten. Damit wird die Landesausscheidung 2017 diejenige mit der größten Teilnehmerzahl seit 1964 werden.

Die beiden Cellistinnen Lisa Lichtenberg und Lilith Grüttert spielen zwei Tänze von Bela Bartók. Dann stimmt Oberbürgermeister Frank Meyer sein Loblied auf die Krefelder Musikschule an: „Die Ensembles schmücken viele Veranstaltungen unserer Stadt.“ Er hebt besonders hervor, wie positiv sich das gemeinsame Musizieren auf die sozialen Fähigkeiten auswirkt. Tugenden wie Pünktlichkeit, Geduld, Unterordnung, Helfen, aber auch Hartnäckigkeit werden geübt und sie erleichtern die Integration durch Musik. An den zahlreichen ausländisch klingenden Namen der Teilnehmer dieses Konzerts findet er diesen Aspekt bestätigt.

Schlüsselqualifikationen  für das Leben erwerben

Als nächste spielt Elisabet Baranov eine Sinfonia von Johann Sebastian Bach auf dem Flügel, gefolgt vom Streicher-Duo Aliena und Pauline Krull. Die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Krefeld, Birgit Roos, sieht das Engagement aus einem anderen Blickwinkel: „Kinder und Jugendliche sind unser wichtigstes Kapital – und Kapital muss gepflegt werden.“ Gerade beim Zusammenspiel in der Musik würden Schlüsselqualifikationen erworben, „die für das gesellschaftliche Zusammenleben bedeutend sind“. Und sie spricht auch Eltern und anderen Angehörigen ein Lob aus, weil ohne deren Hilfe beispielsweise schon der Transport sperriger Instrumente nicht möglich wäre.

Im weiteren Programm wechseln sich Musikbeiträge und die Verleihung von fast 70 Urkunden an die Preisträger ab.

Urkunde und Gruppenfoto  für die jungen Musiker

Ein zufriedener Musikschulleiter ruft die Gewinner auf, die ihre Urkunden und das Gruppenfoto bekommen. Das Blockflötentrio Clemens Bratz, Justus Behrend und Hannah Maria Kroll porträtiert einen lustigen „Uncle Knick-Knack“, während David Meier am Flügel beweist, dass er keine Berührungsängste mit einem Prestissimo fantastico aus der „Suggestion Diabolique“ von Sergej Prokofjev hat.

Dass nicht nur klassische Musik zu den Wettbewerbskategorien gehört, macht Yannik Westerlich mit seinem Gesang „Stairway to Heaven“ deutlich, zu dem er sich auf der Gitarre begleitet. Erstaunlich ist, die sehr junge Sopranistin Emily Minervini zu hören, die sich – begleitet von der Pianistin Sasha Hak – an die berühmte Koloraturarie der Königin der Nacht wagt. Zwei Bläserensembles – das Horn-Duo Leonie Friederike Kramer und Jan Breer sowie das Saxophonquartett Lewin Losemann, Tim Kanik, Constantin Cremer und Justus Hünicke – liefern die Schlussakkorde des Konzerts.

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