Mit dem Festival auf der Burg feiert der Jazzklub Samstag den Saison-Höhepunkt. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Schon vor 15 Jahren – im Alter von gerade mal 24 – hat James Carter die Krefelder begeistert. Inzwischen ist er ein Weltstar.
Schon vor 15 Jahren – im Alter von gerade mal 24 – hat James Carter die Krefelder begeistert. Inzwischen ist er ein Weltstar.

Schon vor 15 Jahren – im Alter von gerade mal 24 – hat James Carter die Krefelder begeistert. Inzwischen ist er ein Weltstar.

Veranstalter

Schon vor 15 Jahren – im Alter von gerade mal 24 – hat James Carter die Krefelder begeistert. Inzwischen ist er ein Weltstar.

Krefeld. Und noch ein Jubelfest. Nachdem der Jazzkeller als Keimzelle des Jazz in Krefeld 50 Jahre alt geworden ist und der Jazzklub 30. Geburtstag feiert, kann die Szene sich nun auf das 25. Internationale Festival "Jazz an einem Sommerabend" auf Burg Linn freuen.

Der Jazzklub hat seinen jährlichen Saison-Höhepunkt 1985 erstmals veranstaltet, das Jubiläum am Samstag hat ein so hochkarätiges Programm wie niemals zuvor. Eine einmalige Förderung durch die Kulturstiftung der Sparkasse ermöglicht das.

Für den schlimmsten Fall gibt es Gasstrahler und 400 Regencapes

Wie immer gilt in diesen Tagen Günter Holthoffs Aufmerksamkeit besonders dem Wetter. Der "gute Geist" der hiesigen Jazzszene und Geschäftsführer des Jazzklubs könnte sich nichts Schlimmeres vorstellen, als ausgerechnet das Jubiläum bei schlechtem Wetter zu feiern.

Mit Gasstrahlern gegen mögliche Kälte und 400 Regencapes hat sich der Jazzklub auf alle Eventualitäten eingerichtet. Auf den außergewöhnlichen Charme des Innenhofs der Burg Linn musste man bisher erst zweimal verzichten. "Dieses Mal auf keinen Fall", wünscht sich Holthoff.

Beim Programm habe man besonders darauf geachtet, auch "ein paar alte Bekannte" ins Boot zu holen. Mit einer solchen beginnt das Festival. Die Altsaxophonistin Angelika Niescier war seit 1999 mehrfach im Keller zu Gast, 2004 auch schon einmal auf der Burg. In ihrem Trio spielt der hier ebenfalls angesehene Sebastian Gramms Kontrabass, das Schlagzeug ist mit dem New Yorker Avantgarde-Jazzer Tyshawn Sorey international besetzt.

Ein neues Gesicht auf Burg Linn und in Krefeld ist Greg Osby, doch der Fan kennt den herausragenden Altsaxofonisten als Vertreter der M-Base-Szene um Steve Coleman. Der lyrische Pianist Marc Copland spielt in seiner Band, ihm wird eine Nähe zu Keith Jarrett nachgesagt. Neben Matt Brewer am Bass ist in Osbys Quartett noch der Schlagzeuger Bill Stewart vertreten, der international durch sein Mitwirken in Bands von John Scofield auffiel und unter Schlagzeuger-Kollegen einen brillanten Ruf besitzt.

Die dritte Band des Abends repräsentiert europäische Spitzenqualität. Der französische Klarinettist Louis Sclavis kommt zum dritten Mal auf die Burg und bringt mit Henri Texier (Bass) und Aldo Romano (Schlagzeug) zwei alte Weggefährten mit. Vor 15 Jahren, da war er gerade 24Jahre alt, begeisterte der Saxofonist James Carter die Krefelder Fans bei einem Konzert, damals als Solist der Band von Roland Shannon Jackson. Auf die Burg kommt er mit seinem eigenen Quintett. Heute gehört der New Yorker zu den großen Stars der internationalen Szene.

Karten unter anderem bei WZ Ticket Sachs. Info-Telefon: 778463, am Tag der Veranstaltung: 0173/2190179.

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