Fünf Sänger und vier Tanzpaare sorgten für einen kurzweiligen Abend.

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Die Kostüme wechselten schnell: Wandlungsfähig und stimmgewaltig brachten die Profis Höhepunkte aus 17 Musicals auf die Bühne.

Die Kostüme wechselten schnell: Wandlungsfähig und stimmgewaltig brachten die Profis Höhepunkte aus 17 Musicals auf die Bühne.

Andreas Bischof

Die Kostüme wechselten schnell: Wandlungsfähig und stimmgewaltig brachten die Profis Höhepunkte aus 17 Musicals auf die Bühne.

Krefeld. Musical-Genuss in höchster Konzentration war am Dienstag im Seidenweberhaus zu erleben. Da musste man sich nicht mit langatmigen Passagen aufhalten – es gab die Hits Schlag auf Schlag.

Die Broadway Musical Dance Company präsentierte die größten Erfolge aus bekannten Musicals und versteckte mit ihrer Lichtshow elegant den wenig glamourösen Zustand der Bühne.

Nahtlose Übergänge und atemberaubendes Tempo

Die Highlights aus 17 Musicals, unter anderem „Tanz der Vampire“, „Jesus Christ Superstar“, „Phantom der Oper“, „Cats“, „Cabaret“, „Rocky Horror Picture Show“ und „Sister Act“, wurden von fünf Gesangssolisten und vier Tanzpaaren mit nahtlosen Übergängen und atemberaubendem Tempo aufgeführt. Alles war live gesungen, nur die Musik kam aus der Konserve.

Schnell wurde deutlich, dass es sich bei den jungen Leuten auf der Bühne um Profis und Könner handelt. Der weibliche Star des Abends war die Deutsch-Amerikanerin Kathy Savannah Krause, die zum Beispiel „Memory“ aus „Cats“ oder „Don’t cry for me, Argentina“ aus „Evita“ zu besonderen Erlebnissen machte.

Der herausragende Akteur unter den Herren, der nicht nur mit seinem Gesang sondern auch mit Tanz und Schauspiel das Publikum begeisterte, war der in Manila geborene Patrick Granado. Seine Transvestiten-Nummer aus der „Rocky Horror Picture Show“ war ein starker Auftritt. Stimmlich fit war auch Dale Tracy mit seinem „Mambo“ aus „Dirty Dancing“, aber in seinen Bewegungen ließ er eher an einen Senioren-Tanztee denken.

Das tat dem Vergnügen auf und vor der Bühne allerdings keinen Abbruch. Die „Nacht der Musicals“ war ein kurzweiliger Abend, der gefühlt höchstens eineinhalb Stunden dauerte. Doch erst nach zwei Zugaben, inklusive Selbstbeteiligung des Publikums bei der „Rocky Horror Picture Show“, ging der tolle Abend nach mehr als zweieinhalb Stunden zu Ende. Mit „Oh Happy Day“ im Ohr und auf den Lippen konnte man sich in die Warteschlangen im Parkhaus einreihen.

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