Musikschüler bringen am Samstag das Herzstück des neuen Hauses zum Klingen. Die Bauarbeiten waren bis zum Schluss ein Wettlauf gegen die Zeit.

eröffnung
Das Klavier im neuen Veranstaltungssaal der Musikschule wartet auf junge Pianisten. Am Samstag ab 9 Uhr nehmen sie auf dem Hocker Platz.

Das Klavier im neuen Veranstaltungssaal der Musikschule wartet auf junge Pianisten. Am Samstag ab 9 Uhr nehmen sie auf dem Hocker Platz.

Im kleinen Saal, der künftig für Chor- und Orchesterproben genutzt werden soll, spielen heute ebenfalls Teilnehmer von „Jugend musiziert“.

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Das Klavier im neuen Veranstaltungssaal der Musikschule wartet auf junge Pianisten. Am Samstag ab 9 Uhr nehmen sie auf dem Hocker Platz.

Krefeld. Paulina Schroers, Annika Noell, Malte Jansen und Rebekka Müller schreiben am Samstagmorgen ein Stück Stadtgeschichte. Das junge Klarinettenquartett aus Krefeld spielt um 9 Uhr die ersten Töne, die überhaupt im neuen Veranstaltungssaal der Musikschule erklingen. Mit der Regionalausscheidung „Jugend musiziert“ wird das Herzstück des umgebauten Hauses Sollbrüggen am Wochenende inoffiziell eröffnet.

„Wir weihen das Haus erst ein, wenn kein Dixi-Klo mehr auf dem Hof steht.“

Ralph Schürmanns, Musikschulchef

Im Hintergrund lief in den vergangenen Tagen ein knappes Rennen. „Am Montag dachte ich, ich brauche einen Plan B, um den Wettbewerb zu retten“, sagt Ralph Schürmanns, Leiter der Musikschule, auf Anfrage. Stattdessen ist es eine Punktlandung geworden: „Das gesamte Bauteam hat große Anstrengungen unternommen, die Sicherheitsauflagen zu erfüllen.“

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Das Klavier im neuen Veranstaltungssaal der Musikschule wartet auf junge Pianisten. Am Samstag ab 9 Uhr nehmen sie auf dem Hocker Platz.

Das Klavier im neuen Veranstaltungssaal der Musikschule wartet auf junge Pianisten. Am Samstag ab 9 Uhr nehmen sie auf dem Hocker Platz.

Im kleinen Saal, der künftig für Chor- und Orchesterproben genutzt werden soll, spielen heute ebenfalls Teilnehmer von „Jugend musiziert“.

Jochmann, Dirk (dj), Bild 1 von 2

Im kleinen Saal, der künftig für Chor- und Orchesterproben genutzt werden soll, spielen heute ebenfalls Teilnehmer von „Jugend musiziert“.

Für den ganz großen Publikumsansturm ist die Musikschule dennoch nicht gewappnet. In den nächsten Wochen ist noch viel Farbe und Feinarbeit nötig, bis der Umbau vollständig abgeschlossen ist. Vor der offiziellen Einweihung soll Haus Sollbrüggen auch zur Uerdinger Straße hin neuen Glanz erhalten.

Schürmanns hoffe auf eine Eröffnung vor den Osterferien. „Ein Datum wage ich noch nicht zu sagen. Wir weihen das Haus erst ein, wenn kein Dixi-Klo mehr auf dem Hof steht.“ Zuletzt seien die Pläne „zu oft von der Wirklichkeit eingeholt“ worden, etwa durch nicht eingehaltene Termine seitens der Handwerker. Die Premiere des Musiktheaters, die für Januar geplant war, musste man schweren Herzens absagen – zur Enttäuschung der beteiligten Kinder. „Das war bitter“, sagt Schürmanns.

Obwohl noch an vielen Stellen geschraubt wird, beginnt nächste Woche der Umzug der Musikschul-Verwaltung in die neuen Räume. Zum 15. Februar muss Haus Schönhausen leergeräumt sein, das Gebäude ist bereits verkauft. In wenigen Wochen wird die Musikschule also an einem Standort vereint sein.

Die neue Musikschule hat etwa 2300 Quadratmeter Fläche, geringfügig mehr als zuvor an vier verschiedenen Standorten.

Der An- und Umbau war mit 3,2 Millionen Euro veranschlagt – laut Verwaltung liegt man im Soll. Baubeginn war im August 2012.

Im Neubau sind Verwaltung und Früherziehung (Erdgeschoss), Holzbläser, Gitarren, Blockflöten (1. Stock) sowie Keyboards (2. Stock) untergebracht.

Ab Ende Februar finden dort, wie die WZ im Oktober berichtet hat, auch die traditionellen Kawai-Konzerte statt. Doch es sind nicht internationale Star-Pianisten, die das Haus klanglich einweihen, sondern Krefelder Musikschüler. Ralph Schürmanns macht das ein bisschen stolz: „Ich habe schon einen Fotografen beauftragt, diesen historischen Moment festzuhalten.“

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