Drei Künstler sind eingeladen. Der Fokus liegt auf den USA.

Erste Blicke: Putten aus Keramik,...
Erste Blicke: Putten aus Keramik,...

Erste Blicke: Putten aus Keramik,...

..., ein Jesus am Kletterseil, ...

... eine Pflanze aus dem Baumarkt.

Kunstmuseen, A. Kukulies, Bild 1 von 3

Erste Blicke: Putten aus Keramik,...

Krefeld. Kiki Smith, John Baldessari, Sherrie Levine, Mike Kelley: Die großen Ausstellungen der vergangenen Jahre zeigen, dass Museumschef Martin Hentschel ein Faible für US-amerikanische Kunst hat. Das schlägt sich auch in diesem Jahr im Programm nieder, besonders deutlich ausgerechnet bei dem argentinischen Maler Fabian Marcaccio, der ab 18. März im Museum Haus Esters ausstellt.

Marcaccios Leinwände bestehen aus Hanf- und Kletterseilen

Der 48-Jährige arbeitet seit langem in New York, und seine Themen sind inzwischen eng mit der US-Gegenwart verknüpft. Bekannt geworden ist er durch seine raumgreifenden Malerei-Installationen, oft abstrakt und mit Acryl und Silikon in eigenwilliger Technik gestaltet. In Haus Esters zeigt er unter dem Titel „Some USA Stories“ gesellschaftskritische Arbeiten, gebannt auf riesige Leinwände, die aus Hanf- und Kletterseilen bestehen.

Erste Eindrücke wirken vielversprechend. Es sind Bilder über Krieg, Amok und die Inszenierung von Politik. „Die Gestaltung wirkt gewalttätig und grob, aber das entspricht dem Thema“, sagt Hentschel. Das Lehmbruck-Museum Duisburg zeigt parallel dazu Skulpturen von Marcaccio.

Ebenfalls in den USA ist Anne Chu beheimatet, die ab 30. September in Haus Lange unter dem Titel „Animula Vagula Blandula“ Putten aus Keramik und Aquarelle zeigt. Sie verbindet ihre asiatischen Wurzeln mit der westlichen Kultur, vor allem der griechischen und römischen Antike. Chus nackte Engel werden „wie in einer Choreografie durch den Raum schweben“, sagt Hentschel.

Ergänzt wird das Programm durch einen Düsseldorfer Künstler, auch das gab es zuletzt häufiger – siehe Andreas Gursky und Karin Kneffel. Ganz anders ist die Kunst von Martin Schwenk, der Haus Lange unter dem Motto „Home Grown“ mit seinen bizarren Pflanzenskulpturen durchziehen wird. Sein Material findet er oft in Baumärkten. Hentschel will das Museum damit in eine „Wunderkammer“ verwandeln. Es wäre nicht das erste Mal.

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