Neue Chancen durch Mieter-Auszug.

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Im Haus der Seidenkultur wird die Arbeit an einem historischen Webstuhl vorgeführt. (Archivfoto)

Im Haus der Seidenkultur wird die Arbeit an einem historischen Webstuhl vorgeführt. (Archivfoto)

Andreas Bischof

Im Haus der Seidenkultur wird die Arbeit an einem historischen Webstuhl vorgeführt. (Archivfoto)

Krefeld. Als mittelständischer Unternehmer liebt Hansgeorg Hauser solche Geschichten: Aus der größten Krise erwachsen neue Chancen. So könnte es jetzt dem Haus der Seidenkultur ergehen, dessen Förderverein Hauser vorsitzt.

Die Sanierung des kleinen Museums – bisher eher ein notwendiges und teures Übel – könnte die Möglichkeiten an der Luisenstraße am Ende deutlich vergrößern. Die Mieter der beiden Wohnungen in dem Gebäude haben laut Hauser erklärt, dass sie ausziehen wollen: „Es sind ältere Menschen, die den Stress, Schmutz und Ärger der Bauzeit vermeiden möchten.“

Zusätzliche Ausstellungsfläche und eine kleine Bibliothek

Den frei werdenden Platz will Hauser künftig für das Museum nutzen. So soll die Wohnung im ersten Obergeschoss mit rund 60 Quadratmetern zur zusätzlichen Ausstellungsfläche werden. Auch eine Bibliothek mit Leseraum für die 2000 Bücher zum Thema Textil soll entstehen.

Die Wohnung im zweiten Obergeschoss soll künftig für Stipendiaten aus dem Bereich Kunst und Handwerk zur Verfügung stehen. „Diese beiden Schritte sind ein Stück Zukunftssicherung für das Museum“, betont Hauser.

Die Sanierungskosten von 330 000 Euro sollen durch die Pläne nicht steigen,. Zwar muss die Wohnung im ersten Stock umgebaut werden, aber dafür werden die Umbauten in Sachen Brandschutz wohl deutlich günstiger. Aufgrund dieser Sicherheitsmängel war das Museum geschlossen worden. Es sitzt inzwischen übergangsweise im Südbahnhof – noch so eine Chance aus der Krise heraus.

Spenden gegen Quittung auf das Konto 34 26 42 bei der Sparkasse Krefeld (BLZ 320 500 00).

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