Krefeld erhält fünf Werke Ruthenbecks.

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Still und reduziert: „Hängende Membran / Quadrat 120“.

Still und reduziert: „Hängende Membran / Quadrat 120“.

Kunstmuseen

Still und reduziert: „Hängende Membran / Quadrat 120“.

Krefeld. Der Künstler und Beuys-Schüler Reiner Ruthenbeck hat den Kunstmuseen fünf wichtige Werke geschenkt. Es handelt sich um „Objekte Weisse Bandraute 35 / 400 (1988)“, „Hängende Membrane / Quadrat 120 (1989)“ sowie um die drei aufeinander bezogenen Arbeiten „Kinetische Objekte No. 1-3 (1972-82)“.

Alle fünf Werke wurden bereits als Dauerleihgaben im Kaiser-Wilhelm-Museum ausgestellt, zusammen mit der 1980 erworbenen, konzeptuellen Skulptur „Schwarzer Papierhaufen (1970)“. Mit der Wiedereröffnung nach der Sanierung des Museums werden sie einen integralen Bestandteil der Sammlung des 20. Jahrhunderts bilden.

Durch seine Ausstellung „Handzeichnungen 1963-1977“, die 1978 im Museum Haus Lange gezeigt wurde, sowie durch weitere Ausstellungsbeteiligungen ist Ruthenbeck den Kunstmuseen Krefeld seit langem verbunden. Das Lehmbruck-Museum Duisburg und die Kunsthalle Düsseldorf widmeten ihm 2008/09 eine gemeinsame Retrospektive.

Der viermalige Documenta-Teilnehmer Ruthenbeck, einer der erfolgreichsten Schüler von Joseph Beuys, hat sich mit seinen stillen, reduzierten Werken seit Jahrzehnten zum bedeutenden Kontrapunkt der beredten Kunst von Beuys entwickelt.

Der Künstler selbst hat 1986 resümiert: „In meiner Arbeit habe ich oft Kontraste, polare Elemente, Spannungen dargestellt und versucht, diese in eine formale Einheit zu bringen. Die formalen Strukturen habe ich soweit wie möglich reduziert. Das Ergebnis bietet dem Intellekt scheinbar relativ wenig Nahrung. Ich möchte den Betrachter dadurch zu einer kontemplativen, ganzheitlichen Aufnahme meiner Kunst bringen.“

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