A-Gang: Max Müller arbeitet aus dem Bauch heraus.

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Max Müller hat schon wieder eine neue Heimat gefunden: Nach einer kurzen Zeit in Düsseldorf und Hüls arbeitet er nun an der Gladbacher Straße.

Max Müller hat schon wieder eine neue Heimat gefunden: Nach einer kurzen Zeit in Düsseldorf und Hüls arbeitet er nun an der Gladbacher Straße.

DJ

Max Müller hat schon wieder eine neue Heimat gefunden: Nach einer kurzen Zeit in Düsseldorf und Hüls arbeitet er nun an der Gladbacher Straße.

Krefeld. Von Umzügen hat er erstmal genug. Dreimal hat Max Müller in letzter Zeit den Standort gewechselt. Nach einem kurzen Intermezzo in Düsseldorf und einer Zwischenstation in Hüls wohnt und arbeitet er jetzt an der Gladbacher Straße. Mehr Kontinuität zeigt er mit der Teilnahme am A-Gang - von Anfang an, also seit 1995, ist er regelmäßig dabei. "Manchmal war ich auch Doppelagent", sagt er mit Blick auf seine parallele Teilnahme am Südgang. " Aber ein Rundgang ist Öffentlichkeit genug."

Die Vielzahl der Besucher in seinem Atelier gibt ihm Recht. Müller pflegt einen lockeren Ton im Umgang mit den Kunden, Preise werden am Tisch ausgehandelt. Ein Kunde möchte das Bild ohne Rahmen haben: "Nimm’s so mit und schmeiß’ den Rahmen selber weg", sagt der Künstler.

Erst eine Maurerlehre, dann ein Studium an der Kunstakademie

Die flapsige Art täuscht darüber hinweg, dass Müllers künstlerisches Schaffen für ihn Lebensinhalt ist. Seit über 30 Jahren arbeitet der aus Süddeutschland stammende Künstler frei. Er absolvierte eine Maurerlehre, studierte aber auch an den Kunstakademien in Stuttgart und Düsseldorf. Malerei, Bildhauerei und Glaskunst sind die Bereiche, in denen er vorzugsweise draußen arbeitet: "Ich brauche die frische Luft."

So gesehen war der kalte Winter eine schlechte Zeit für ihn. Doch bei einer Reise durch Umbrien sind eine Reihe neuer Holzskulpturen entstanden. Jetzt stehen sie im Hof vor seinem Atelier. Die archaisch anmutenden Figuren aus dem Material zu formen, ist schwere körperliche Arbeit. Ob Malerei oder Skulptur, entscheidet Müller spontan, er arbeitet aus dem Bauch heraus.

Im Rheinland fühlt er sich nach all den Jahren heimisch, mit seiner süddeutschen Heimat verbindet ihn nur noch sein leicht schwäbischer Akzent. "Am Anfang haben mich die Leute hier kaum verstanden" erzählt er.

Zum A-Gang hatte er wieder zwei Künstler eingeladen. Neben Maler Roland Ploch zählt Bildhauer Guiseppe Lamers zu den Stammgästen. Demnächst wollen sie ihre Kontakte über die niederländische Grenze ausweiten und gemeinsam an einem Skulpturengarten arbeiten.

Weiterer Termin: Sonntag, 11-18 Uhr.

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