Zwölf Tage hatte der Schlachthof geschlossen, um einmal komplett zu renovieren. Freitagabend ist die große Wiedereröffnung.

Schlachthof-Chef Kolja Amend im renovierten Club. Neben Boden und Wänden ist auch die Lichtanlage neu.
Schlachthof-Chef Kolja Amend im renovierten Club. Neben Boden und Wänden ist auch die Lichtanlage neu.

Schlachthof-Chef Kolja Amend im renovierten Club. Neben Boden und Wänden ist auch die Lichtanlage neu.

abi

Schlachthof-Chef Kolja Amend im renovierten Club. Neben Boden und Wänden ist auch die Lichtanlage neu.

Krefeld. Es riecht nach frisch gestrichener Farbe. Viele Leute wuseln eifrig umher, schleppen Bänke, sägen und räumen auf. An den Fenstern hängen Zeitpläne, die die Aufgaben der vergangenen zwölf Tage wiedergeben: Boden rausreißen, streichen, bauen und immer wieder putzen. Es gab viel zu tun und das Team rund um Inhaber Kolja Amend hat kräftig mit angepackt, damit der Schlachthof am Freitagabend im neuen Glanz erstrahlen kann.

Als sich die Türen am 19. Februar früh morgens hinter den letzten Partygästen schlossen, wusste Amend genau, was auf ihn wartet: „Sonntagmorgens haben wir direkt angefangen, den Boden herauszureißen“, so der Inhaber des Schlachthofs.

2011 hat Amend bereits einmal, nachdem er den Schlachthof übernommen hat, alles umgekrempelt und renoviert. Jetzt war es wieder an der Zeit: „Nach fünf Jahren brauchte der Laden einfach mal ein Face-Lift“, erklärt Amend die Beweggründe für die Renovierung.

Zudem machten bauliche Probleme die Renovierung notwendig: „Das Parkett unter dem Estrich war komplett durchnässt, so dass klar war, dass wir das rausholen müssen.“ Für Amend war es nur eine Frage des Terminkalenders, wann die Renovierung stattfindet: „Da wir an Karneval eh nichts groß machen, haben wir es dann angepackt.“

„Das Parkett unter dem Estrich war komplett durchnässt, so dass klar war, dass wir das rausholen müssen.“
Kolja Amend, Besitzer des Clubs

Schlaf war in den Tagen der Renovierung für alle, die mitgeholfen haben, eine Rarität, wie Amend berichtet: „Es war alles hart durchgetaktet, da war keine Zeit für Sperenzchen.“ Selten ging der Inhaber der beliebten Partylocation vor drei Uhr morgens nach Hause, nur um dann ein paar Stunden später weiter zu arbeiten.

Geholfen haben nicht nur Angestellte und Freunde, sondern auch Gäste, wie Amend voller Stolz berichtet: „Für viele ist das ein zweites Zuhause, so dass sie einfach mit angepackt haben.“

Schon jetzt lässt sich erahnen, was Amend in den letzten Tagen mit seinem Team geschaffen hat: Die neue Wandfarbe in Blautönen unterstreicht den Industrie-Look: „Die Geradlinigkeit des Gebäudes sollte mit der Farbe unterstrichen werden“, so Amend. „Rough (englisch für rau), aber gemütlich.“

Aber nicht nur sichtbare Veränderungen wurden vorgenommen. Auch die Technik wurde überprüft und neu programmiert. Aus zwei Kühlhäusern wurde durch einen Durchbruch ein großer: „So sparen wir nicht nur Kosten, sondern können auch energieeffizienter arbeiten“, erklärt Amend die Veränderung. In den nächsten Wochen werden noch neue Betonmöbel kommen, die den neuen Räumen den letzten Schliff geben.

Insgesamt lägen die Kosten der Veränderungen im mittleren fünfstelligen Bereich, verrät Amend. Von der neuen Optik können sich alle beim großen Re-Opening, das am 3.März stattfindet, überzeugen: „Heute und morgen werden jeweils vier DJ’s für die beste Musik sorgen. Zudem wird es sicherlich die eine oder andere Runde geben“, verspricht Amend, der schon sehr gespannt auf die Reaktionen der Gäste ist.

Nach dem großen Eröffnungswochenende freut sich das gesamte Team dann aber auch auf den Sonntag: „Eine Runde Schlaf wird uns nach der ganzen Arbeit mit Sicherheit gut tun.“

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