Der Wiener Kabarettist Robert Mohor stellt im Podio ein kurzweiliges Programm vor.

wza_1317x1500_608695.jpeg
Er wusste im Podio zu gefallen: der Wiener Kabarettist Robert Mohor.

Er wusste im Podio zu gefallen: der Wiener Kabarettist Robert Mohor.

Er wusste im Podio zu gefallen: der Wiener Kabarettist Robert Mohor.

Krefeld. Ein frohes neues Jahr wünscht Rüdiger Höfken, Kabarettist und Mitbegründer vom Podio. "2010 ist ein ganz besonderes Jahr", stellt er fest. Zehn Jahre gibt es das Wohnzimmertheater nun, es hat sich zur festen Einrichtung des Kulturlebens entwickelt.

Auch internationale Größen zieht es auf die Bühne des Podio: Gleich zu Beginn des Jubiläumsjahrs setzt der Wiener Kabarettist Robert Mohor mit seinem Stück "Die Fledermaus - Für Anfänger und solche, die es werden wollen" Maßstäbe. Mohor ist am Morgen aus Wien eingeflogen, sozusagen gleich nach der Uraufführung von der "Fledermaus für Anfänger" im Wiener Gloria-Theater zu Silvester 2009. Begleitet wird er von Jennifer Newrkla, die im Stück zum Vorsprechen erscheint.

Krefeld statt New York, Paris oder London

"Die EU hat beschlossen, österreichische Kultur ins internationale Umfeld zu transportieren", erläutert Mohor gleich zu Beginn. "New York war schon vergeben, Paris und London auch", so sei man in Krefeld gelandet.

Der Operette mit all ihrer Leichtigkeit gibt Mohor den Vorzug vor der Oper. Ihn graust es, wenn er an "sechs Stunden Wagner" denkt. "Wenn man nach drei Stunden auf die Uhr schaut, sind erst 20 Minuten vergangen." Und die vielen Leichen erst. "Die gibt es bei der Operette nicht, höchstens Alkoholleichen." Ist nun die Operette "Theater mit musikalischer Behinderung" oder eine "Oper mit zu wenig Musik"?

Ein kurzweiliger Abend - anders als sechs Stunden Wagner. Langer Applaus, ohne Zugabe. Das sei wie beim Schuster: "Wenn der einen ordentlichen Job macht, heißt es ja auch nicht, gibt es noch eine weitere Sohle drauf?"

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer