Christine Santema und Axel Höptner tanzen gerne. Das sieht man ihrer Kunst an.

Kufa
Harmonischer Dialog: Christine Santema und Axel Höptner.

Harmonischer Dialog: Christine Santema und Axel Höptner.

Andreas Bischof

Harmonischer Dialog: Christine Santema und Axel Höptner.

Krefeld. Plastik plus Malerei ergibt „Plasma“. Unter diesem Titel zeigen Bildhauerin Christine Santema und Maler Axel Höptner ihre Werke in der Kufa. Farbenfrohe großformatige Bilder treffen auf skurrile Skulpturen aus Altmetall.

Beiden Künstlern gemeinsam ist ein bewegter Gestus, dem manchmal etwas Tänzerisches anhaftet. Kein Wunder: Das in Köln lebende Künstlerpaar tanzt privat leidenschaftlich gerne.

Für Santema hat der künstlerische Weg nüchtern angefangen. Die Künstlerin hat ihr Interesse für Mathe und Physik in ein Ingenieursstudium umgesetzt. Nach 25 Jahren als Unternehmensberaterin widmet sie sich erst seit 16 Jahren ganz der Kunst.

Altes Metall ist ihr liebstes Material, Orte wie ein Ausbesserungswerk der Bahn sind eine wahre Fundgrube für sie. Aus gewaltigen Schrauben und Schienen setzt Santema Objekte zusammen, die erstaunlich leicht wirken.

Ihre technischen Kenntnisse sind ihr für die aufragenden Formen von Nutzen. Die Biegungen der Metallstäbe erinnern an menschliche Bewegungen.

Das findet sich bei Höptner wieder. Seine Liebe gilt der Musik. „Wenn ich male, höre ich dabei immer CDs“ sagt der passionierte Jazzpianist. Musik und Tanz fließen in seine Bilder ein, die aus Farbe und Form heraus eine dynamische Gestik entwickeln. Kontraste bestimmen die Bilder, die trotz kräftiger Farben nie zu bunt wirken.

Die Ausstellung ist die dritte gemeinsame Schau des Paares. Die profunde Kenntnis der Arbeit des anderen führt zu einem harmonischen Dialog. MP

Kulturfabrik, Dießemer Straße 13. Geöffnet bei Veranstaltungen und werktags, 10 -16 Uhr. Bis 22. Mai.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer