„Die Liebe zu den drei Orangen“ startet am Samstag in Krefeld.

Auf der Bühne geht es sehr märchenhaft zu.
Auf der Bühne geht es sehr märchenhaft zu.

Auf der Bühne geht es sehr märchenhaft zu.

Matthias Stutte

Auf der Bühne geht es sehr märchenhaft zu.

Krefeld. Ein melancholischer Prinz, eine böse Hexe und drei verzauberte Orangen. In Sergej Prokofjews Oper "Die Liebe zu den drei Orangen" geht es sehr märchenhaft zu. Dabei wird Lustiges und Tragisches kunstvoll vermischt, das Theaterspielen selbst zum Thema gemacht.

Der Chor wurde auf 60 Personen aufgestockt

"Ein sehr geeignetes Stück für eine Spielzeiteröffnung", findet der neue Operndirektor Andreas Wendholz. Zumal das 1921 in Amerika uraufgeführte Werk in Krefeld bisher noch nie zu sehen war. Ein Grund dafür mag der große personelle und organisatorische Aufwand sein, den diese Oper einem Theater abverlangt. In Krefeld ist fast das gesamte Sängerensemble beschäftigt.

Auch der Chor spielt eine tragende Rolle. Immer wieder kommentiert er die Handlung oder greift ein. Für die jetzige Inszenierung wurde er auf 60 Personen aufgestockt. "Da darf man den Überblick nicht verlieren", sagt Regisseur Ansgar Weigner lachend. Er möchte mit seiner Inszenierung auch ein junges Publikum ansprechen und erzählt die Geschichte unverfälscht als bunt schillerndes Märchen. "Wir leuchten in sämtlichen Farben des Morgenlandes", beschreibt er das Lichtkonzept.

Laut Wendholz ist die musikalische Struktur ein "großes Parlando", es gibt keine Rezitative und Arien. Die Musik spiegelt die Emotionen auf der Bühne wider, ähnlich wie Filmmusik, so der Regisseur. Bis auf die zentrale Figur des Prinzen agieren alle Gestalten eher holzschnittartig, also ohne psychologischen Tiefgang.

Prokofjew schrieb sein Werk in französischer Sprache, in Krefeld wird man es auf Deutsch hören. Zusätzlich gibt es eine Übertitelung und eine Einführung mit Dramaturgin Ulrike Aistleitner jeweils eine halbe Stunde vor Beginn.

Die Premiere am Samstag ist bereits ausverkauft, für die nachfolgenden Aufführungen (8., 17., 23. Oktober, 10. November, weitere Aufführungen bis Januar) gibt es Karten unter Ruf 805-125.

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