Mit positivem Pop und ruhigen Tönen begeistert Christina Stürmer ihre Fans in der Kufa.

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Jeans, T-Shirt und ein grundehrliches Lächeln: Christina Stürmer in der Kulturfabrik.

Jeans, T-Shirt und ein grundehrliches Lächeln: Christina Stürmer in der Kulturfabrik.

Andreas Bischof

Jeans, T-Shirt und ein grundehrliches Lächeln: Christina Stürmer in der Kulturfabrik.

Krefeld. Wer Christina Stürmer mag, der wird sie live erst recht ins Herz schließen: Die österreichische Sängerin wirkt auf der Bühne so entspannt und sympathisch, als gebe sie gerade ein Konzert für ihre fünf besten Freunde. In der Kufa am Sonntag waren es derer aber deutlich mehr – das Konzert war restlos ausverkauft.

Das Geheimrezept lautet Authentizität

„Hör auf dein Herz“ heißt Stürmers aktuelle Tour, angelehnt an ihren Hit „Ich hör auf mein Herz“. Wenn man das von einem erfolgreichen Popstar gesagt bekommt, dessen Bühnenoutfit aus Jeans, T-Shirt, Turnschuhen und einem strahlenden Lächeln besteht, wirkt das authentisch. Diese Authentizität scheint ihr Geheimrezept zu sein.

Nach der Vorband Noah, die niedliche Lieder über Gefühlswirrungen präsentiert, hat sich eine kuschelige Stimmung breitgemacht. Was dann kommt, steht im krassen Gegensatz dazu: Mit voller Wucht eröffnen Stürmer und ihre vierköpfige Band das Konzert mit „Unendlich“ – ein Hit, der schon vor vielen Badezimmerspiegeln zu akrobatischen Luftgitarrensoli verführt haben muss. Dass auch die Akteure auf der Bühne Spaß haben, merkt man von der ersten bis zur letzten Minute.

Überhaupt ist die Energie, die Stürmer ausstrahlt, so positiv, dass die allseitige Begeisterung nur konsequent war. Von Teenager-Gruppen bis zu ergrauten Köpfen war im Publikum alles vertreten. Auch der spaßige Umgang der Musiker untereinander, besonders zwischen dem Bassisten und dem Lead-Gitarristen, wirkt sehr sympathisch.

Christina Stürmer hüpft und tanzt voller Elan über die Bühne, muss sich dabei immer wieder den Pony aus der Stirn wischen. Unter all der Bewegung leidet ihre stimmliche Leistung überhaupt nicht: Sie hört sich an wie vom Band. Die Unverwechselbarkeit ihres Gesangs kommt besonders in den Tiefen klar zum Vorschein. Auch ihre Interpretation von Janis Joplins „Piece of my heart“ ist trotz der legendären Stimmgewalt des Originals ein gelungenes Cover.

Der Hit „Millionen Lichter“ reißt das Publikum mit

Christina Stürmer (32) wurde in Linz geboren und im Rahmen einer Castingshow des ORF im Jahr 2003 berühmt. Nach zwei erfolgreichen Jahren in der österreichischen Musikszene gelang ihr 2005 mit „Ich lebe“ auch der Durchbruch in Deutschland.

Bei so viel Schwung kommt der Tempowechsel in der Mitte des Konzertes zur rechten Zeit: Mit „Wie viel wiegt ein Herzschlag“ schlägt Stürmer ruhige Töne an. Die Ballade über eine Krebserkrankung wurde für eine Kampagne des Vereins Brustkrebs Deutschland geschrieben.

Zum Ende des Konzerts drehen Christina Stürmer und ihre Band richtig auf. Besonders mit ihrem aktuellen, sehr tanzbaren Hit „Millionen Lichter“ reißen sie das Publikum mit. Der sympathische Popstar begeistert das Publikum mit seinen positiven Liedern scheinbar mühelos.

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