Nicht nur das berühmte Musikinstrument von St. Dionysius hat runden Geburtstag. Auch Andreas Cavelius begann 2007 als musikalischer Hausherr seine erste Konzertreihe.

Kantor und Organist Andreas Cavelius an der vor zehn Jahren neu eingebauten Orgel in St. Dionysius.
Kantor und Organist Andreas Cavelius an der vor zehn Jahren neu eingebauten Orgel in St. Dionysius.

Kantor und Organist Andreas Cavelius an der vor zehn Jahren neu eingebauten Orgel in St. Dionysius.

abi

Kantor und Organist Andreas Cavelius an der vor zehn Jahren neu eingebauten Orgel in St. Dionysius.

Krefeld. Einen doppelten Geburtstag begehen die Musikfreunde in St. Dionysius – und darüber hinaus – in diesem Jahr. Es ist zweimal der zehnte: Pfingsten 2007 wurde die große Klais-Orgel in der Stadtkirche geweiht und im selben Jahr begann Andreas Cavelius, der musikalische Hausherr, mit der ersten Konzertreihe.

Im ersten Jahr hat Cavelius noch alle Orgelkonzerte selber gespielt, doch das sollte sich bei dem guten Ruf der Orgel schnell ändern. „Diese Orgel ist nun einmal auch ein Repräsentationsinstrument für die Firma Klais“, erklärt er. „Wenn sich dort in Bonn Organisten anmelden, um auf einer großen Klais-Orgel zu spielen, kommen die eben nach Krefeld.“

„Wenn sich in Bonn Organisten anmelden, um auf einer großen Klais-Orgel zu spielen, kommen die eben nach Krefeld.“

Andreas Cavelius, Organist

Und er schmunzelt, dass dies auch so bleiben wird, obwohl es jetzt gerade auch ein sehr repräsentatives Instrument aus der Werkstatt in der Elbphilharmonie gibt. „Der Weg nach Hamburg ist zu weit, die kommen eher nach Krefeld.“ Wegen der Möglichkeiten der Klais-Orgel in St. Dionysius ist es für Cavelius auch kein Problem, genügend Anfragen von Berufskollegen aus aller Welt für seinen Internationalen Orgelzyklus zu bekommen. „Da gibt es eine Schlange an Bewerbern und die Konzertreihe für 2018 ist schon fast gefüllt.“

Als kleiner roter Faden zieht sich durch den Internationalen Orgelzyklus 2017 das improvisierte Geburtstagsständchen. Er hat den Kolleginnen und Kollegen die Hausaufgabe gegeben, in ihre Konzerte jeweils eine Improvisation über ein Geburtstagslied aufzunehmen. Als zweite Vorgabe hat Cavelius die Bitte genannt, die Orgel in allen Facetten zu zeigen. Das Jubiläumsjahr beginnt am kommenden Sonntag mit einem besonderen Konzert, in dem das Orgelspiel selber erst einmal eine untergeordnete Rolle spielt. Dafür gibt es einen 50-minütigen Film über die Entstehung der Klais-Orgel vom Baumstamm bis zur feierlichen Einweihung an Pfingsten 2007.

„Wir hatten damals das unverschämte Glück, dass ein Kamerateam einen Film über das Entstehen einer Orgel drehen wollte“, erzählt Cavelius. Werner Söhningen aus Bonn drehte diesen Film, der manches Geheimnis lüftet, zum Beispiel wie es in der Orgelbau-Werkstatt zuging oder wie es im Inneren der Orgel aussieht. Am morgigen Sonntag erlebt dieser Film seine öffentliche Krefeld-Premiere. Darauf folgt das kurze Werk „Fête pour orgue“ (Fest für eine Orgel) von Jean Langlais (1907-1991), ein virtuoses Stück.

Von März bis November wird es in jedem Monat jeweils ein Geburtstags-Konzert in St. Dionysius geben (siehe Kasten). In diesem Jahr wird auch die Reihe „Orgelmusik zur Marktzeit“ fortgesetzt, die unter dem Motto „Orgelmusik aus europäischen Städten“ steht. Das Gros der halbstündigen Konzerte jeweils am ersten Samstag im Monat wird Cavelius bestreiten, unterstützt von Kollegen aus der niederrheinischen Nachbarschaft.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer