Zum dritten Mal wird der Krefelder Verein für seine Reihe Top-Konzerte ausgezeichnet. Vom Bund bekommt er 5000 Euro Förderung.

Zum dritten Mal wird der Krefelder Verein für seine Reihe Top-Konzerte ausgezeichnet. Vom Bund bekommt er 5000 Euro Förderung.
Andreas Lessenich hat die Jazzszene für den Klub im Blick. Er kümmert sich darum, welche Künstler bei den Konzerten und dem Festival auf der Bühne stehen. Archiv

Andreas Lessenich hat die Jazzszene für den Klub im Blick. Er kümmert sich darum, welche Künstler bei den Konzerten und dem Festival auf der Bühne stehen. Archiv

Dirk Jochmann

Andreas Lessenich hat die Jazzszene für den Klub im Blick. Er kümmert sich darum, welche Künstler bei den Konzerten und dem Festival auf der Bühne stehen. Archiv

Krefeld. Der Krefelder Jazzklub wurde aus 300 bundesweiten Bewerbern ausgesucht und für die Reihe Top-Konzerte ausgezeichnet. Damit gehört die Jazzreihe mit zehn Konzerten 2014 zu den 28 besten Deutschlands. Unter anderem waren die Berliner Band Kuu mit der Sängerin Jelena Kuljic und das Duo von Iiro Rantala mit Marius Neset, das beim Konzert zum International Jazz Day im Rittersaal der Burg Linn seine Weltpremiere feierte im vergangenen Jahr in Krefeld.

„Wir machen keinen 08/15-Jazz.“

„Da sind wir schon sehr stolz“, sagt Andreas Lessenich. Er ist maßgeblich für den Erfolg verantwortlich. Denn er kümmert sich für den Verein um das Buchen der Konzerte. Genau das ist ein Kriterium der Jury. „Der Jazz in Deutschland leidet sehr am hohen Altersdurchschnitt bei Konzerten. Wir haben den Blick auf den modernen Jazz und sprechen damit auch jüngeres Publikum an“, erklärt Lessenich. Eine gewisse Risikofreudigkeit gehört dazu. Das bestätigt auch die Vorsitzende Martina Heffels: „Wir machen keinen 08/15-Jazz, gerade der Zulauf an jüngeren Mitgliedern gibt uns recht.“

Bei der Preisverleihung in München war Krefeld nicht vertreten. „Wir nehmen uns jedes Jahr vor hinzufahren, aber da wir ehrenamtlich tätig sind, muss es auch beruflich passen“, sagt Heffels. Bereits zum dritten Mal in Folge geht der Preis „Applaus“ an den Jazzklub. Der Name steht für „Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters zeichnete am Montag in München herausragende Livemusikprogramme von 36 Clubs und 28 Veranstaltungsreihen aus. Damit sollen die Preisträger bei ihren Livemusikprogrammen unterstützt und die Bedingungen für die auftretenden Künstler verbessert werden. Mit der Verleihung des bundesweiten Preises sind Förderungen in Höhe von 905 000 Euro verbunden. In drei unterschiedlichen Kategorien konnten sich freie Kulturschaffende bewerben. Da für die Kategorien eins und zwei nur Spielstätten infrage kommen und der Jazzklub keine eigene hat, bleibt nur die Kategorie drei: Programmreihen.

Der Jazzklub bekommt vom Bund die Förderung über 5000 Euro. „Wir brauchen das Geld auch. Das Festival war nicht so gut verkauft, wie wir uns das gewünscht hätten. Und für diese Reihe nehmen wir schon ein bisschen mehr Geld in die Hand“, erklärt Heffels. Auch im kommenden Jahr wird sich der Verein wieder bewerben.

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