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Mitarbeiterinnen des Textilmuseums vor dem Korallenriff in der Ausstellung „Häkelkosmos“.

Mitarbeiterinnen des Textilmuseums vor dem Korallenriff in der Ausstellung „Häkelkosmos“.

Stadt Krefeld

Mitarbeiterinnen des Textilmuseums vor dem Korallenriff in der Ausstellung „Häkelkosmos“.

In die Ausstellung „Häkelkosmos – Vom Korallenriff zum Schwarzen Loch“ im Deutschen Textilmuseum Krefeld kamen insgesamt 12 351 Besucher. Alleine während des Weihnachtsmarktes in Linn strömten etwa 1000 Besucher in die Ausstellung, um das bunte Spektakel noch kurz vor dem Abbau zu betrachten. „Diese enorme Besucherresonanz ist ein schöner Erfolg zum Jahresende für das Museum“, freut sich Dr. Annette Schieck, Leiterin des Deutschen Textilmuseums.

„Die Objekte haben die Besucher emotional angesprochen“

Neben dem überwältigenden „Föhrer Riff“ mit seinen mannigfaltigen farbigen Korallen präsentierten die Künstlerinnen Katharina Krenkel, Silke Bosbach, Susan Feind und Ulrike Waltemathe ihre Werke, unter anderem Schwarze Löcher und gespaltene Atomkerne. „Die Objekte haben die Besucher emotional angesprochen. Oft hat man fröhliches Lachen aus der Ausstellung gehört, fast alle haben das Haus mit einem Schmunzeln und guter Laune verlassen. Die Ausstellung hat aber auch uns immer wieder vor Überraschungen gestellt und viel Freude bereitet“, berichtet Schieck.

Mit dem „Häkelkosmos“ verfolgte das Textilmuseum verschiedene neue Ansätze, um Menschen für das Museum zu interessieren und sie aktiv einzubinden: So beteiligten sich an einer Land-Art-Kunstaktion mit Silke Bosbach im Burgpark gut 30 Kinder und Erwachsene, um eine textile Vernetzung zu schaffen.

Führungen und Vorträge unter der Leitung von Naturwissenschaftlern wie „Häkelkunst trifft Physik“ und „Häkelriff trifft Meeresbiologie“ begeisterten zahlreiche junge und ältere Besucher. „Auch die Workshops für Kinder und Angebote für Schulklassen sind sehr gut angenommen worden“, so Schieck.

Aus dem „Krefelder Riff“ entwickelt sich ein Senioren-Projekt

Bereits im Vorfeld der Ausstellung hatte eine Gruppe von gut 30 Frauen zwischen 52 und 94 Jahren ein „Krefelder Riff“ gestaltet. Aus diesem Projekt hat sich eine Seniorengruppe zu gemeinsamen Projekten über den „Häkelkosmos“ hinaus zusammengeschlossen.

Das „Föhrer Riff“ inspirierte Besucher, selbst kreativ zu werden. So fand sich an Bänken und Bäumen im historischen Stadtkern von Linn manch Gehäkeltes. Immer wieder meldeten sich Menschen im Museum und zeigten von sich aus ihre Kunstwerke wie ein Sofa, das als weißes Korallenriff gestaltet war, oder eine gehäkelte Aquarium-Handtasche. „Meist hat man als Museumsdirektor eher die Sorge, dass Objekte abhanden kommen, hier war es anders. Anonyme Häkler haben immer wieder Objekte in die Ausstellung hinein geschmuggelt und zu den vorhandenen Objekten gelegt“, sagt Schieck.

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