Im Theater am Marienplatz wird der Ton verschiedener Materialien untersucht.

Das Theater am Marienplatz öffnet morgen wieder seine Pforten. Archiv: abi
Das Theater am Marienplatz öffnet morgen wieder seine Pforten. Archiv: abi

Das Theater am Marienplatz öffnet morgen wieder seine Pforten. Archiv: abi

Das Theater am Marienplatz öffnet morgen wieder seine Pforten. Archiv: abi

Jeweils nach einem Takt soll Schluss sein. Dann muss ein Akteur seine Aktion an einer Station der Bühneninstallation beenden. Darum nennt Pit Therre, der Sprachspielen nicht abgeneigte Hausherr des Fischelner Theaters am Marienplatz, seine neue Klang-Aktion „Takt - voll“.

Taktvolle Rücksichtnahme auf Hörgewohnheiten darf man hingegen von der Performance für sechs Spieler nicht erwarten. Premiere im Tam ist am heutigen Freitag um 22 Uhr. „Wandelkonzert für Schlagzeuger“ heißt das Stück im Untertitel, im Gegensatz zum herkömmlichen Wandelkonzert müssen aber nicht die Zuschauer, sondern die Akteure ständig ihre Position wechseln.

34 verschiedene Rohre hat Therre an der Decke der Bühne aufgehängt, es gibt Röhren aus Pappe, Eisen, Glas, Holz und so fort. Unter die Hohlkörper hat Therre aber auch Kanthölzer oder eine Regenrinne geschmuggelt. Die Spieler werden mit unterschiedlichen Schlegeln ausgestattet, es gibt welche mit Kunststoff-, Filz-, Eisen- oder Holzköpfen.

Die Materialien klingen schon an sich verschieden, ein identischer Takt auf ein und demselben Material kann durch Anwendung verschiedener Schlegel ebenfalls klanglich variieren. Weitere Klangvariationen ergeben sich aus der Vorgabe, dass die Spieler die Röhren nicht nur an einer Stelle bearbeiten sollen.

Ausstellung am Freitag schon ab 21 Uhr geöffnet

Wer offen für Musik jenseits ihrer herkömmlichen Herstellung ist, sollte sich auf zum Klangfarbenlabor im Theater am Marienplatz aufmachen. Info „Takt - voll“, Wandelkonzert für Schlagzeuger. Premiere im Tam: 6. Januar, 22 Uhr. Der Besuch der Ausstellung zu „40 Jahre TAM“ im Werkraum wird aktuell ergänzt durch eine Fotoserie von Werner Meyer unter dem Titel „Extremitäten“. Die Ausstellung ist schon ab 21 Uhr geöffnet. Weitere Termine: 13., 20. und 27. Januar.

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